The Last of Us Part 2: Review

The Last of Us Part 2: Review

In The Last of Us Part 2 taucht der Spieler erneut in Naughty Dogs apokalyptische Welt mit Ellie und Joel ein. Dabei sinnt Ellie auf Rache und nimmt dafür alle Gefahren ihrer Welt auf sich.

The Last of Us Part 2 ist bereits für die PlayStation 4 erhältlich.

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Die Geschichte von The Last of Us Part 2

The Last of Us Part 2 setzt genau am Ende von dem ersten Teil an und zeigt in den ersten paar Minuten die Geschichte aus der Sicht von Charakter Joel, wie er Ellie aus dem Krankenhaus der Fireflys befreit. Er schildert seinem Bruder Tommy, was sich dort zugetragen hat.

Danach reiten die beiden in die Siedlung, in der sie nun zusammen mit leben.

Vier Jahre später übernimmt der Spieler nun die Rolle der nun 19-Jährigen Ellie. Zusammen mit Kumpel Jessie erkundet sie kurz die Stadt und reitet dann los auf einen Kontrollgang.

The Last of Us Part 2 Bar

Dort trifft der Spieler zum ersten Mal auf Infizierte und muss diese zusammen mit Ellies Freundin Dina ausschalten. Jedoch schlägt das Wetter stark um und Dina und Ellie müssen für die Nacht unterschlupf finden.

Danach erfahren die beiden von Jessie, dass Joel und Tommy noch nicht von ihrer Patroullie zurückgekehrt sind. Auf der Suche nach Joel muss Ellie in traumatisches Erlebniss durchmachen, was sie motiviert Rache zu nehmen.

So bricht sie zusammen mit Dina nach Seattle auf, um Rache an den Schuldigen zu nehmen.

Eine Stadt in Trümmern

Ellie verfolgt die Gruppe von Menschen bis hin nach Seattle, wo nun der größte Teil der Geschichte stattfindet. Dort werden sie aber wenig herzlich empfangen, denn in Seattle herrscht Krieg zwischen zwei verfeindeten Lagern.

Die WLF sind ehemalige Miliz-Soldaten, die das Militär erfolgreich aus Seattle verdrängt haben und jeden Eindringling sofort bei Sichtung töten. Sie benutzen Hunde, haben eine militärische Ausbildung und sind sehr gut ausgerüstet, was diese Gruppe sehr gefährlich macht.

Gegenüber stehen die Seraphisten, allgemein als Scars bezeichnet. Diese Gruppe tötet ebenfalls, sobald sie Eindringlinge sieht, setzt aber eher auf Heimlichkeit, sowie Schlagwaffen.

Weiter wollen die Scars die WLF um jeden Preis aus dem Weg räumen und scheuen vor keinem noch so brutalem Gräuel zurück.

Auf ihrer Suche muss sich Ellie oft an eine der beiden Gruppierungen oder sogar beiden gleichzeitig vorbeischleichen oder durchkämpfen.

Dabei wirkt Seattle in seiner zerstörten Form fast schon malerisch. Die Kämpfe sowie auch die Zeit haben ihre harten Spuren hinterlassen und Seattle grundlegend verändert. So ziehen teilweise tiefe Schluchten durch die Straßen und Flüsse erstrecken sich, wo vorher Gehwege waren.

Erkunden, entdecken und überleben

Anders als im Vorgänger kann der Spieler nun eine offene Welt in The Last of Us Part 2 erkunden. In großen Arealen kann Ellie zusammen mit Gefährten nach Ressourcen suchen und Geheimnisse entdecken. Dabei entpuppt sich die zunächst weite und leere Welt als lebendiger Ort.

Doch lebendig ist nicht immer gut, denn meistens läuft der Spieler in Horden von Infizierten um sich an ersehnte Ressourcen freuen zu können. So gibt es für viele ambitionierte Spieler einige Geheimnisse zu entdecken und Schicksale von verstorbenen zu finden.

Dabei muss Ellie ihr gesamtes Können unter Beweis stellen, um die Infizierten oder feindseligen Menschen abzuwehren.

Doch neben Kämpfen kann der Spieler auch Rätsel lösen und so oft noch mehr Ressourcen herauschlagen oder Erweiterungen des Waffengürtels und mehr. So muss der Spieler beispielsweise den Code für einen Tresor in einer Bank finden, um die dahinter liegende Pumpgun mitzunehmen.

Jedoch sind die meisten Rätsel gelinde gesagt sehr simpel. Oft handelt es sich um Kombinationen für Safes oder Spinde, die die Ressourcen enthalten. Diese finden sich entweder an einer Leiche in der unmittelbaren Nähe, oder etwas weiter weg in anderen Gebäuden, manchmal aber sogar direkt über dem Safe selbst.

Außerdem kann Ellie noch Superhelden-Karten sammeln und natürlich Munition und Parts.

Das Crafting ist weiter auch sehr einfach gehalten, denn sobald der Spieler eine Werkbank findet und genügend Teile gesammelt hat, kann ein Upgrade für eine Waffe erstellt werden.

Im Kampf selbst kann der Spieler eine herstellbare Waffe wie zum Beispiel eine Rauchbome auswählen und bei genügend Ressourcen über Knopfdruck diese sofort herstellen. Das spart immens an Zeit während der Kämpfe und die braucht der Spieler auch.

Dreckig

Dreckig beschreibt die Kämpfe sehr gut, denn meist muss Ellie sich aus dem Hinterhalt an Feinde wie Infizierte oder WLF-Soldaten anschleichen, um größere Feindbegegnungen zu vermeiden.

Dabei schont The Last of Us Part 2 den Spieler nicht, denn die Gewaltszenen sind wirklich brutal dargestellt. Ebenso brutal sind die Kämpfe, auf der Schwierigkeitsstufe Schwer ist ein offener Kampf mit Gegnern nicht sehr erstrebenswert.

Denn Infiziert haben einen in wenigen Sekunden überrannt, wenn nicht genügend Platz vorhanden ist und die Scars, wie auch die WLF flankieren den Spieler und versuchen ihn aus Deckungen zu locken.

The Last of Us Part 2: Review

So ist ein falscher Schritt oder ein schlecht platzierter Schuss auch schon schnell das Ende für Ellie.

Allgemein fühlen sich die Kämpfe unglaublich intensiv und fordernd an. Oft muss Ellie alleine oder nur zu zweit mit einem Partner gegen eine große Übermacht angehen. Dabei spürt der Spieler deutlich den Munitionsmangel und den Druck der Feinde auf sich.

The Last of Us 2 Bloater

Besonders hatte es mir der Infizierte Stalker angetan, an einer Stelle muss man sich durch ein Gebäude mit diesen heimtückischen Gegner schleichen. Dabei jagen die Infizierten hinter Ellie so leise hinterher, dass selbst Ellie sie nicht zu hören vermag.

Gerade mit den Infizierten ist der Grusel-Faktor oft sehr hoch, da diese einen entweder versuchen zu überrennen oder langsam und stetig umschwärmen und so auszuschalten.

Fazit zu The Last of Us Part 2

The Last of Us Part 2 überzeugt mit einer unglaublich dichten Atmosphäre, wundervollen Soundtrack sowie einer wunderschönen Grafik. Unsere PlayStation 4 Pro war während des Testens nicht nur einmal hörbar an seine Grenzen gegangen.

Weiter wirkt die zunächst leere Welt sehr lebendig, schön und grauenhaft zu gleich. Das Highlight für mich in The Last of Us Part 2 sind ganz klar die intensiven Kämpfe, die mich wirklich viel Geduld und Nerven gekostet haben, es aber auf jeden Fall Wert waren.

Für mich das größte Manko ist leider die Story. Die Rachegeschichte von Ellie wird nicht nur aus ihrer Seite, sondern auch von der anderen Seite aus geschildert. Dadurch will Naughty Dog eine komplexere Geschichte erzählen, baut aber keinerlei Spannung oder Mitgefühl für die andere Seite auf.

So macht das Spiel einen riesengroßen Spaß, aber die Geschichte hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Daher reiht sich für mich The Last of Us Part 2 nicht als Meisterwerk ein, ist aber auch definitv nicht so schlecht, wie viele User behaupten. Wer sich mit einer intensiven Erfahrung auseinandersetzen möchte, ist hier genau richitg aufgehoben, denn die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Artikelbild, Screenshots & Video: Sony & Naughty Dog

Über Maik Gasse

Hi mein Name ist Maik, zur Zeit Maschinenbau Student in Köln Als leidenschaftlicher Zocker und gelegentlicher Hobby-Schreiber verfasse ich hier auf in-ent.de zusammen mit Chris und Lukas Gaming-relevante Artikel.

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