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Someday You’ll Return: Review

In Someday You’ll Return schlüpft der Spieler in die Rolle von Daniel, der dem fürchtlichen Wald einst abgeschworen hat. Doch nun muss er zurück in die alten mährischen Wälder, da seine Tochter Stela verschollen ist. Dabei wird er nicht nur von Albträumen geplagt, sondern auch vom Wald selbst.

Ein Familienvater, dessen idyllisches Leben zerbricht

Der Horror beginnt im alten mährischen Wald in der Tscheschichen Republik, wo Daniel seine verschollene Tochter suchen muss. Dabei begegnet er nicht selten Geheimnissen, die verborgen bleiben sollten, doch hat der Wald für den Vater auch seine Tücken. Während seiner Suche erinnert sich Daniel an seine alten Kniffe, Kräuterkunde und Handwerk, die ihn bereits früher hierher geführt haben. Heute wird er allerdings von seltsamen Visionen heimgesucht, die ihn davon abhalten, Stela zu finden.

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Der Kontakt zur Außenwelt ist fast abgeschnitten, doch kann sich Daniel mit seinem Smartphone nur leicht an diese klammern. Nachdem er sich ins Auto gesetzt hat, um in den Wald zu fahren, da sich Stela dort aufhält, bleibt ihm vorerst nichts anderes übrig, als hier zu bleiben. Doch Tag für Tag wird der Albtraum für Daniel immer schlimmer und er ist besorgt um seine Tochter. Gänzlich mit seiner Vergangenheit in dem Wald konnte der Mann aber auch nicht, weshalb ihn die Kreaturen heimsuchen und der Horror seinen Lauf nimmt. Nicht selten muss Daniel dabei Rätsel lösen, um weiter voranzuschreiten. Diese machen durchaus Spaß und sind gut in das Spiel implementiert.

Someday You'll Return: Review

Horrorelemente des Waldes

Im Wald verbirgt sich etwas Böses, das Daniel nicht einschätzen kann. Doch scheinbar hat es etwas mit den Kindern zu tun, wie seine Tochter Stela bestätigt. Durch den Tag-und-Nacht-Wechsel wird der Wald nachts zu einer Bedrohung für Daniel. Dieser Wechsel geschieht allerdings eher phasenweise, also ist der Spieler nicht abhängig davon, zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort zu sein, um dem Horror zu entkommen. Dafür ist der Wald nachts beunruhigend und es lauert etwas Böses darin, das versucht, Daniel zu töten.

Nachts ist nichts, wie es scheint. Daniel läuft zunächst durch die Begebenheiten des Waldes in die Arme des Bösen. Er lässt sich von der gruseligen Atmosphäre in den Wald fangen, sieht sich Feuer, Gefahren, umfallenden Bäumen und schrecklichen Kreaturen gegenüber, denen er entkommen will.

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Sich im Wald zurechtfinden leicht gemacht

Der Wald ersteckt sich über mehrere Kilometer, in denen sich Daniel aufhält. Dabei durchstreift er idyllische Pfade und kommt an markanten Orten vorbei, wo die Handlung sich bewegt. So ist beispielsweise eine kleine, alte Kapelle oder ein verlassenes, gruseliges Camp einer dieser Punkte, an denen sich Daniel orientieren kann. Um den Pfaden zu folgen, kann sich Daniel an den Karten orientieren, die an jedem dieser Orte aushängt. Darin wird angezeigt, welchem Pfad er folgen kann, die mit unterschiedlichen Farben markiert sind. Dadurch kann der Spieler die Orientierung im Wald nicht verlieren. An sich ein interessantes Konzept, was auch ins Spiel übertragen wurde und durchaus in das Setting des Waldes passt.

Alternativ hat Daniel sein Smartphone zur Hand, was ihm dabei hilft per GPS auch auf dem Weg zu bleiben. Die ganze Karte hat er damit allerdings nicht im Blick, weshalb er auf die Aushangskarten angewiesen ist, um von A nach B zu kommen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Weg von der Kapelle zu einem alten Schloss. Über die farbigen Markierungen an den Bäumen kann er sich von dem einen zum anderen Ort deutlich leichter bewegen, alös würde er blindlings durch die Gegend irren.

Someday You'll Return: Review

Kräuterkunde und Crafting

Im Lauf der Geschichte kann Daniel sich mit Crafting und Kräuterkunde beschäftigen. Für jeweils eines der beiden gibt es ein eigenständiges Menü. Um Crafting zu betreiben, findet Daniel recht zügig ein Toolkit, ausgestattet mit Werkzeugen wie Zange, Hammer, Schraubenzieher oder Korkenzieher. Mit diesen Werkzeugen gelingt es Daniel, kaputte Gegenstände wie etwa eine Leiter mit Holzbalken zusammenzuhämmern, um einen Abgrund hinabzuklettern. Andererseits kann er aber auch die Schrauben von Stromkästen entfernen, um die Sicherungen umzulegen oder aber auch den Korkenzieher benutzen, um tatsächlich damit Korken aus einem Metallrohr zu ziehen. Zwischzendurch findet Daniel diverse Gegenstände, wie etwa einige Papierstücke, die er in einer Art schattigen Blaupause zusammenfügen muss, um daraus ein ganzes Dokument zu machen. Diese können einfach über das Menü zusammengesetzt werden.

Im Spielverlauf kann Daniel nicht nur Kräuter sammeln, sondern auch aus ihnen Tränke zusammenbrauen. Zu jedem Trank gibt es eigenständige Rezepte, die er finden kann. Da sich Daniel vergiftet hat, muss er einen Trank brauen, um die Vergiftung wieder aufzuheben. Dazu hilft ihm ein Messer, ein Mörtel und ein Kochtopf, wo er die Teile der Pflanzen reinwerfen muss. Die ersten Pflanzen lassen sich immer in Stengel, Blätter und Blüten unterteilen, die Daniel auseinanderscheiden kann. Der Anleitung nach muss er diese dann entweder zerkleinern oder ganz in den Topf stecken, um anschließend den Trank zu brauen.

Sowohl das Crafting, wie auch die Alchemie, die Daniel anwendet, sind passend zum Wald-Setting im Spiel enthalten. So macht es beispielsweise Spaß Gegenstände zu untersuchen und sie neu zusammenzusetzen oder den ein oder anderen Trank zusammenzubrauen.

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Schleichen und Klettern

Da die Höllenkreaturen Daniel ordentlich zu schaffen machen, hat er nur eine Option an ihnen vorbeizukommen. Er muss sich entweder an ihnen vorbeischleichen oder die Beine in die Hand nehmen und sich bestmöglich vor ihnen verstecken. Daniel kann sich also nicht direkt in einen offenen Kampf mit ihnen begeben, muss er aber auch nicht. So ist es meistens am sinnvollsten sich schleichend an ihnen vorbeizubewegen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Doch sollte man dabei nicht zu vorsichtig sein, denn je zügiger man geht, desto weniger wird man auch entdeckt.

Daniel bewegt sich aber nicht nur schleichend durch den Wald, sondern kann auch Felsen entlang oder hinaufklettern. Das System ist recht interessant gemacht, da Daniel sich mit seiner linken und rechten Hand entlanghangeln kann. Wenn der Vater dabei etwa mit der linken Hand nach links möchte, muss er zunächst auf die rechte Hand umgreifen, um dann die linke zu nutzen. Das ist recht realitätsnah nachempfunden und sinnvoll implementiert.

Fazit zu Someday You’ll Return

Someday You’ll Return ist im Großen und Ganzen positiv zu bewerten, da es durchaus ein stimmiges Gesamtkonzept hat. Während der Wald tagsüber idyllisch und schön ist, kommt nachts das Grauen und der Schrecken heraus. Die Suche nach Daniels Tochter steht zwar im Vordergrund, doch die kleinen Rätsel während der Suche nach Hinweisen macht deutlich mehr Spaß.

Auch das Crafting, Daniels Kräuterkunde und Alchemie sowie die Klettereinlagen sind stimmig in das Setting des Waldes implementiert. Was jedoch negativ auffällig, sind vor allem eher die Horrorelemente. Der Wald ist zwar nachts düster und dunkel, doch wird nicht wirklich ersichtlich, warum der Wald so reagiert, wie er es tut und was das alles überhaupt zu bedeuten hat. Die Auflösung gibt es natürlich erst am Ende, doch ist der Wechsel von Tag zu Nacht etwas unübersichlich und undurchsichtig. Auch die Kreaturen sind nicht unbedingt schlau dargestellt, da sie einen manchmal selbst hinter einem Felsen entdecken, andererseits steht Daniel vor ihnen und sie reagieren überhaupt gar nicht. Da sollte CBE nochmals nachlegen.

Someday You’ll Return ist seit dem 14. April 2020 für Xbox One, PlayStation 4 und PC via Steam erhältlich.

Getestet wurde Someday You’ll Return mit einem Review-Key für Steam, bereitgestellt von Evolve PR.

Artikelbild, Screenshots: CBE Software

Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris, bin German Content Editor und habe Technikjournalismus und PR studiert. Auf int.ent news schreibe gemeinsam mit Lukas, Maik und Jan hier und kümmere mich um die organisatorischen und redaktionellen Belange.

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