the sinking city switch logo cover int.ent news

The Sinking City: Review (Nintendo Switch)

In The Sinking City gehen die Spieler den von H.P. Lovecraft inspirierten Cthulhu-Wahnsinn mit Detective Charles Reed auf die Schliche.

The Sinking City spielt in den 1920er Jahren von Oakmont, einem fiktiven Ort im US-Staat Massachusetts. Eine Flut hat die Stadt heimgesucht, die übernatürlicher Herkunft ist, durch die viele Bewohner zum Opfer mysteriöser Visionen geworden sind. Der ehemalige Navy-Soldat Charles Reed wird ebenfalls von diesen Visionen heimgesucht, weshalb er sich nach Oakmont aufgemacht hat, um dieser Sache auf den Grund zu gehen. Er selbst ist mittlerweile Privatdetektiv und will mit Hilfe der Bewohner und den seltsamen Wahrnehmungen herausfinden, was es mit den Visionen auf sich hat.

Werbung
The Sinking City: Review (Nintendo Switch)

Das Werkzeug eines Detektives: Investigationen und Aufträge

In The Sinking City gibt es in dem heruntergekommenen Oakmont vielerlei Aufträge, denen sich Reed widmen muss oder kann. So kommt es nicht selten vor, dass er Hinweisen nachgeht, die er selbst finden muss. Pro Aufgabe bekommt der Detective oftmals nur ein, zwei Hinweise. Dazu hat er vielerlei Möglichkeiten sich auf die Aufgabe vorzubereiten.

Ein Beispiel dafür ist die Aufgabe Quid pro Quo. Hier bekommt Charles Reed von Robert Thogmorton den Auftrag zu hinterfragen, was in der vorherigen Aufgabe mit den Wissenschaftlern passiert ist. Personen haben sie attackiert, die durch das so genannte Innsmouth-Syndrom aggressiv geworden sind. In der Polizeistation, im Krankenhaus und auch bei der Zeitung hat der Detective die Option auf das Archiv zuzugreifen, um einzelne Hinweise zu deuten und Fälle aufzudecken. Diese helfen ihm dabei, weitere Hinweise und Gedankenspiele zu ermitteln. Außerdem gilt es immer einen geeigneten Ort dafür zu finden, wo er in Oakmont einen Ansprechpartner zu dem Fall findet. 

In Oakmont muss sich Reed immer wieder selbst orientieren. In den Aufgabenteilen erfährt der Detective, an welche Ecke, in welchem Stadtteil und in welcher Straße er gucken muss, um den nächsten Hinweisen zu folgen. Dies wird dem Spieler jedoch nicht direkt erzählt.

Er muss die Hinweise in den Aufgaben konkret lesen, um wie in dem oben genannten Beispiel zur Ecke Orchard Aveneue und Holy Fire Lane auf den Fischmarkt in The Shells zu gelangen. Auf diese Art und Weise funktioniert jede Aufgabe. Entsprechend ist die Karte das wichtigste Werkzeug von Reed. Er kann sich allerdings markieren, wo ihn seine Aufgaben hinführen. Mithilfe der Marker und der im normalen Spielverlauf Kompass am oberen Bildschirmrand, kann er dann entsprechend zur Markierung laufen oder per Boot reisen.

Vom Cthulhu-Fluch und seinen Vor- und Nachteilen

In Oakmont stößt Charles Reed nicht selten auf den Cthulhu-Fluch. Dieser sorgt bei ihm für Verwirrungen und Visionen. Diese Visionen hat der Detective vor allem dann, wenn er in ein befallenes oder gefährliches Gebiet tritt. Diese Stadtteile sollte er an sich meiden, jedoch kann er sich dem auch stellen. Neben dem Lebensbalken gibt es schließlich einen Balken, der aussagt, wie sehr dieser Cthulhu-Fluch auf Reed Einfluss hat. Je stärker er abnimmt, desto mehr ist Reed in Gefahr und wird durch die Visionen bewusstlos.

Die Visionen helfen dem Detective aber auch bei seiner Aufgabe. So kann er mittels seiner Sicht alte Vorgehensweise erneut aufdecken, muss sie geschickt miteinander kombinieren. Daraufhin versteht er, was es mit dem jeweiligen Fall auf sich hat. In einer Aufgabe kann es entsprechend vorkommen, dass Reed eine Art Portal betritt. Durch dieses Portal kann er gehen, um drei oder vier Abschnitte aufzudecken, die in dem Fall vorgekommen sind. Reeds Aufgabe ist es dann, dahinter zu steigen, in welcher Reihenfolge was passiert ist, um den Fall aufzuschlüsseln. Im Anschluss kann der Spieler über das Menü Gedankenspiele durchführen und die gesammelten Informationen miteinander verknüpfen. Passt eine Information zur anderen, so wird daraus ein konkreter Hinweis für den Fall, den Reed bei genügend Hinweisen abschließen kann.

Je nach Fall haben Entscheidungen aber auch Konsequenzen. Lässt man beispielsweise die Forschergruppe, die oben genannte wurde, zurück, hat dies ganz andere Auswirkungen auf das Ende des Spiels, als wenn man diese rettet. Es liegt also am Spieler, welche Entscheidungen er trifft und welches Spielende ihm widerfährt.

Technik auf der Nintendo Switch

The Sinking City hat einige deutliche Abstriche, die deutlich spürbar sind gegenüber den Versionen auf Xbox One, PlayStation 4 und PC. Zwischendurch hakelt das Spiel leicht vor sich hin und das sowohl im TV-, wie auch im Handheld-Modus. Dies kommt vor allem dann vor, wenn Detective Charles W. Reed das Gebiet wechselt oder viele Objekte auf einmal laden müssen. So kommt die Switch nicht gut genug hinterher. Ebenfalls fällt auf, dass es neben den offensichtlichen, optischen Abstrichen auch häufig zu flimmernden Objekten kommt. Dies macht sich ebenfalls in beiden Switch-Varianten bemerkbar und stört leicht den Spielfluss.

Wer über diese technischen, kleinen Holperer hinwegsehen kann, der kann auch mit The Sinking City auf der Nintendo Switch glücklich sein. Schließlich ist das komplette Spiel, das auf den anderen Konsolen und am PC erhältlich ist, auch mobil spielfähig. Vielleicht liefert Frogwares noch ein Update hinterher zwecks der Performance, dennoch lässt sich The Sinking City einigermaßen ordentlich spielen. Soundtechnisch und atmosphärisch bietet die Version schließlich das gleiche Erlebnis.

Fazit zu The Sinking City für Nintendo Switch

The Sinking City macht aufgrund seiner Story und seinen Andeutungen und Anspielungen auf Cthulhu durchaus Spaß. Außerdem tut es dem Spiel gut, dass der Spieler vieles selbst machen muss, statt jeden Auftrag selbst auf der Karte markiert zu bekommen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade für die Fälle und den Kampf machen das Spielprinzip durchaus spannend. 

Den größten Abstrich gibt es jedoch bei der Performance auf der Nintendo Switch. Schließlich wäre es wünschenswert gewesen, dass trotz eines Spiels aus 2019 das Spiel vor allem flüssig, aber auch ohne zu viele Probleme beim Gameplay ablaufen. So fühlt sich The Sinking City leider nach einer längeren Qual an, wenn es länger am Stück gespielt wird und sorgt mehr für Frust. 

Wer sich jedoch trotzdem von dem Cthulhu-Wahnsinn einfangen lässt und dies auch mobil spielen möchte, der ist bei The Sinking City auf jeden Fall richtig.

Artikelbild, Screenshots, Video: Bigben Interactive/Frogwares

Hat dir der Beitrag gefallen?

Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und habe Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin erfolgreich studiert. Jetzt bin ich auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen und schreibe gemeinsam mit Lukas, Maik und Jan hier bei int.ent news und kümmere mich hier um die Organisation.

Kommentar verfassen