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Review: Fell Seal: Arbiter’s Mark

Fell Seal: Arbiter’s Mark soll an klassische, rundenbasierte und taktische Kämpfe erinnern mit einer erwachsenen Geschichte rund um ein fantasiereiches, handgemaltes Szenario.

Der Spieler schlüpft in die Rolle des Arbiters Kyrie. Kyrie ist eine Agentin im Auftrag des Rates, der die Welt vor einer brutalen Bestie bewahrt. Die so genannten Unsterblichen, die im Rat sitzen, haben mächtige Kräfte, die die Bestie vor einem erneuten Auftauchen zurückhalten. Jedoch gibt es im Rat selbst Unstimmigkeiten und Verräter, die versuchen, die Welt erneut in die Zerstörung zu treiben. Somit liegt es an Kyrie und ihrer Gruppe aus Arbitern als Agenten gegen die Mitglieder des Rates zu ermitteln und als Beschützer die Welt zu retten.

Die Geschichte hinter Fell Seal: Arbiter’s Mark erzählt 6 Eyes Studio grundsätzlich in Textform. Es gibt keinerlei Sprache, was allerdings beim Spielen keinesfalls stört.

Strategisches, rundenbasiertes Kampfsystem

Das Herzstück von Fell Seal: Arbiter’s Mark ist das strategische, rundenbasierte Kampfsystem. Zu Beginn des Kampfes wählt der Spieler sich seine Charaktere aus, mit denen er im Gefecht antreten will. Diese stellt er auf die vormarkierten Flächen – meistens zunächst weitab von den Gegnern, um sich zu positionieren. Die Anzahl der am Kampf teilnehmenden Charaktere ist begrenzt, sodass in der Regel fünf bis sieben Charaktere aktiv am Kampf teilnehmen.

Sobald Kyrie ihren Trupp aufgestellt hat, geht es Zug um Zug darum, den Gegner zu bezwingen. Meistens ist die Voraussetzung für einen Sieg, die Gegner komplett auszulöschen. Es gibt allerdings die Ausnahme, dass man eine bestimmte Rundenzahl oder ein Charakter den gesamten Kampf überleben lassen muss. Diese zusätzlichen Voraussetzungen für einen Kampf machen die taktische Komponente des Spiels spannend und interessant.

Das Kampfgebiet selbst ist in quadratische Abschnitte unterteilt. Die Charaktere bewegen sich über das Spielfeld abhängig von ihren Werten und können so an den Gegner näher heranrücken oder auch sich von ihnen entfernen. Ein Heiler beispielsweise sollte entsprechend auf Distanz gehen, während ein Templer vorne die Gegner auf sich hält. Wichtig bei den Kämpfen ist es vor allem darauf zu achten, wer welche Fähigkeiten hat und was wer kann. Ein Magier schießt aus der Distanz, kann entsprechend mit Element-Zaubern angreifen, hat aber dafür deutlich weniger Lebenspunkte als beispielsweise ein Templer, der seine Angriffe nutzt, um den Schaden auf sich zu ziehen.

Vorteile im Kampf bringt es den Spielern, wenn er seine Charaktere bestenfalls so auf das Spielfeld verteilt, dass Angriffe hinter einem Gegner erfolgen. Diese bewirken nicht nur prozentual etwas mehr Schaden, sondern haben auch eine höhere Trefferquote. Dies gilt allerdings auch für ungeübte Zauberer, die ihre Zauber auf mehrere Felder gleichzeitig wirken. Somit kann ein Feuer-Zauber auch ein befreundetes Gruppenmitglied treffen und ihn im schlimmsten Fall gleich mitverbrennen.

Taktische Tiefe und Einblicke bringen auch die Fenster, die sich beim Mouse-Over bei den Gegnern zeigen. Dies verrät Kyrie und ihrer Truppe, welche Schwächen und Stärken ein bestimmter Gegner-Typ hat. Untote sind beispielsweise anfällig für Heiligkeit-Schaden, dafür sind sie aber gegen Dunkelheit besser gewappnet. Kurzum bietet Fell Seal: Arbiter’s Mark taktische Kämpfe, die sehr überzeugen und für Einsteiger und Fortgeschrittene Spaß bieten.

Komplexe und ausführliche Charakteranpassungen

Gleich zu Beginn bekommt der Spieler eine Gruppe aus Arbitern angeboten. Diese kann er aber individuell verändern, anpassen und ausrüsten. Insgesamt bietet Fell Seal: Arbiter’s Mark eine Reihe an Klassen und Fähigkeiten an, die im Kampf helfen, die gegnerischen Truppen zu besiegen.

In der Taverne gibt es die Möglichkeit, gegen Bares neue Gefährten anzuheuern. Dabei bestimmen Spieler nicht nur, welcher Klasse sie angehören, sondern können das gesamte Erscheinungsbild verändern. Somit lässt sich ein weiblicher oder männlicher Charakter anpassen, ein Outfit zusammenstellen und die Farben nach vorgegebenen Kriterien einstellen. Zuletzt wählt der Spieler noch ein Porträt aus und nachdem der Charakter angeheuert ist, kann er gleich mit ins Gefecht. Außerdem muss der Charakter nicht unbedingt auf Stufe 1 starten, sondern kann gegen Geld ebenfalls höherstufig angeheuert werden.

Sobald ein Charakter erfolgreich teilgenommen hat, gibt es eine Zahl an Fähigkeiten, die der Spieler gegen Punkte eintauschen kann. Dazu gibt es ein Menü, das es ermöglicht, den Charakteren Zauber, Fähigkeiten oder passive Fähigkeiten beizubringen, die im Kampf Vorteile bringen. Mit den neuen Taktiken bringt es den Charakteren durchaus mehr im Kampf zu überstehen und sich somit auf das nächste Gefecht vorzubereiten.

Darüber hinaus bietet der Shop einige Ausrüstungsgegenstände für sämtliche Gelegenheiten an. Diese bringen entsprechende Werte mit sich, die mehr Kraft oder Intelligenz mit sich bringen – je nach Bedarf und Klasse des Charakters. Aber nicht nur der Shop hat dazu einige Ausrüstungsteile im Angebot, sondern auch besiegte Gegner lassen hin und wieder passende Ausrüstung auf dem Boden liegen, wenn sie besiegt sind.

Alles in allem eine runde Auswahl an Möglichkeiten, um den perfekten Charakter zu kreieren, anzupassen und zu optimeren. Alleine hiermit kann man sich stundenlang beschäftigen, um die maximale Effizienz eines einzelnen Charakters auszutüfteln, was zwischendurch auch gerne von der Szenerie ablenken kann.

Fazit zu Fell Seal: Arbiter’s Mark

Fell Seal: Arbiter’s Mark überzeugt vor allem darin so individuell wie möglich zu sein. Es macht besonders Spaß Charaktere anzuheuern und sie nach Belieben anzupassen und zu optimieren. Auch die taktischen Kämpfe sind klassische angelehnt an Serienvertreter der alten Schule und stehen dem auch in nichts nach, sodass Fell Seal sehr überzeugt. Auch die Anpassung des Schwierigkeitslevels macht durchaus Sinn, denn nicht jeder Kampf gleicht dem anderen. Leider ist die Story nicht so wirklich überzeugend, weil sie zu wenig Substanz hat. Dies kann möglicherweise daran liegen, dass modernes Storytelling in Videospielen bereits zu viele überzeugende Geschichten erzählt hat.

Getestet wurde Fell Seal: Arbiter’s Mark mit einem Review-Key für Steam, bereitgestellt von Terminals.io.

Artikelbild & Screenshots: 1C Entertainment/6 Eyes Studio, Videos: YouTube

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Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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