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Review: Thronebreaker: The Witcher Tales

CD Projekt Red führt die Saga um The Witcher mit dem bekannten Kartenspiel Gwent in Thronbreaker: The Witcher Tales und Königin Meve fort.

In Thronbreaker: The Witcher Tales treffen Königreiche. Dabei baut das Spiel auf den Büchern von Andrej Sapkowski sowie die The Witcher-Trilogie. Die Spannungen zwischen dem Kaiserreich Nilfgaard trifft auf die Nördlichen Königreiche. Mittendrin ist die Königin von Lyrien und Rivien Meve, die sich aufgrund der Verhältnisse beider Reiche erneut gezwungen sieht in den Krieg zu ziehen. Thronebreaker: The Witcher Tales ist seit dem 23. Oktober 2018 für GOG.com auf dem PC erhältlich – die Konsolenversionen für Xbox One und PlayStation 4 folgen im Dezember.

Die Geschichte von Königin Meve in Lyrien

Die Story in Thronebeaker: The Witcher Tales erzählen die Entwickler anhand von Dialogen. In den Dialogen stehen sich die fein gezeichneten Charaktere gegenüber und besprechen ihr kommenden Vorangehen. Die Hauptstoryline streckt sich durch das ganze Spiel und Meve und ihr Gefolge trifft immer wieder auf Entscheidungen, die der Spieler für sie zu treffen hat. Insgesamt hat CD Projekt Red 20 Enden für Thronbreaker vorgesehen. Jede Entscheidung hat also ihre Konsequenzen. Daher ist es dem Spieler überlassen, ob Meve eine gutmütige oder eine boshafte Königin ist. Oder irgendetwas dazwischen. Die Erzählungen sind sehr narrativ gehalten und jeder Dialog ist komplett vertont.

Bei der Erzählung der Geschichte von Königin Meve verliert CD Projekt Red aber keineswegs die erzählerische Tiefe, die sie bereits bei The Witcher 3: Wild Hunt gezeigt haben. Sie halten sich sehr stark an eine glaubhafte und authentische Welt, in die sich auch hätte Geralt führen lassen. Wer übrigens nur die Story erleben möchte, der kann sich im einfachen Modus auch ganz einfach nur dem Storymodus stellen. Die Entwickler zwingen den Spieler nicht die Kartengefechte auszuführen.

Review: Thronebreaker: The Witcher Tales

Kartengefechte

Die Kartengefechte in Thronebreaker unterscheiden sich deutlich von dem Gwent aus The Witcher 3: Wild Hunt. Die Überarbeitung aus dem bisher bekannten Gwent: The Witcher Card Game macht auch der Sache keinen Abbruch. Statt drei Reihen gibt es nun zwei Reihen. Die Entwickler nehmen den Spieler aber zunächst an die Hand und erklären in einem Tutorial, wie das neue Spielsystem funktioniert. Nach dem Tutorial erhöht sich aber auch der Anspruch an den Spieler, sodass Gefechte und vor allem die Rätsel in der Spielwelt auf mittlerer Schwierigkeitsstufe nicht langweilig und eintönig sind.

Überzeugend sind vor allem die Änderungen, die die Entwickler mit rein gebracht haben. Durch die Umstrukturierung ist eine andere taktische Tiefe in Gwent zu finden, die einen Gegner anders bezwingen lassen. Die Helden-Fertigkeiten sind häufiger abrufbar und nicht nur einmalig pro Match. Außerdem sind Effekte wie etwa Feuer, Nebel und Regen wieder mit dabei, um euren Gegnern das Leben schwer zu machen. Die normalen Gefechte unterscheiden sich aber auch von den Rätsel-Gefechten. Denn bei diesen bekommt der Spieler ein vorgefertigtes Deck hingelegt und muss dieses beispielsweise in einer Runde lösen, um das Gefecht zu gewinnen. Gerade die Rätsel bringen nochmal einen enormen Spaß mit sich und machen Gwent nochmal so richtig spannend.

Spielwelt

Die Darstellung von Lyrien ist in einer isometrischen Perspektive. Die Spielwelt ist außerdem malerisch und comic-lastig dargestellt. Außerdem gibt es allerlei Dinge abseits des Kartengefechts zu sammeln: Holz, Rekruten und Gold. Diese Ressourcen benötigt Meve für die Herstellung weiterer Karten, den Aufbau ihres Basiscamps und für die ein oder andere Nebenaufgabe. Auch wenn es im Tutorial danach klingt, als sei es nur wildes Geklicke, entwickeln sich die Überfälle, versteckte Truhen oder das ein oder andere Dorf mit einem bunten Wechsel aus Sammelleidenschaft und Entdeckersinn.

Natürlich wäre es keine Hexer-Geschichte, wenn es nicht auch Monster anzutreffen gibt. Dies ist ebenfalls in Thronebreaker der Fall und wird immer wieder mit Kartengefechten gelöst. Spieler dürfen also mit Grüften und Nekkern oder mit Ertrunkenen an Flüssen rechnen, die es zu besiegen gilt oder das ein oder andere Rätsel zu enträtseln gibt. Außerdem bringt die Spielwelt in goldenen Truhen weitere Elemente mit sich, die Spieler in Gwent: The Witcher Card Game später für ihren Deckbau nutzen können.

Fazit zu Thronebreaker: The Witcher Tales

Thronebreaker: The Witcher Tales braucht zunächst ein bisschen Anlauf, bis es einen erreicht. Doch sobald alle Spielmechaniken klar sind und die Story so richtig Fahrt aufnimmt, macht es einen Heidenspaß die Welt von Lyrien zu erkunden, die Rätsel zu lösen oder sein Deck aufzubauen. Gerade auf narrativer Weise überzeugt Thronebreaker nochmal ganz und bietet nochmal 25 bis 30 Stunden Spielzeit mit sich, die sich um Königin Meve drehen. Die Entscheidungen mit spürbaren Konsequenzen sind ebenfalls ein weiterer Pluspunkt, den Thronbreaker vollkommen richtig macht. Wer also nochmal in die Welt des Hexers tauchen möchte, der ist hier richtig beraten.

Artikelbild & Screenshots: CD Projekt Red

Thronebreaker: The Witcher Tales wurde auf dem PC mit einem GoG.com-Review Key von CD Projekt Red getestet.

Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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