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Review: Soulcalibur VI

In der traditionsreichen Beat’em Up Serie Soulcalibur stellt Bandai Namco die Uhren mit Soulcalibur VI zurück und setzt alles auf Anfang. Neben kleinen Neuerungen im Kampfsystem mischt sich auch der Hexer Geralt unter die Kämpfer Riege. In dem Spiel kämpfen verschiedene Helden um Soul Edge, das Schwert das Unheil in die Welt bringt und das Gefüge von Raum und Zeit stört.

Soulcalibur VI erscheint am 19. Oktober für PlayStation 4, Xbox One und PC.

Zwei Stories in einem Spiel

In Soulcalibur VI gibt es nicht nur eine Story, sondern gleich zwei. Einmal den Modus „Libra of Souls “ und  „Seelen Chronik“.

Die Seelen-Chronik

In der Seelen Chronik lauft ihr einer geraden Story Linie, die durch vertonte Standbilder erzählt wird. Das klingt jetzt nicht besonders spektakulär, aber bringt dennoch die Story glaubwürdig und anschaulich rüber. In dem Story-Modus hüpft der Spieler dabei von Charakter zu Charakter und  bekommt die Sichtweise dieses Kriegers geschildert.

Außerdem kann der Spieler von den gesamten Charakteren die Zeitlinie während der Hauptstory beobachten und zu gewissen Zeiten zu diesen abseits der Geschichte dann auswählen. Der Spieler sieht dann, was welcher Charakter zu der Zeit getan hat und kann dort Kämpfe bestreiten. Alle kleinen Geschichten mit der Hauptgeschichte machen wirklich Eindruck und geben mehr Tiefe in die Charaktere hinein.

Libra of Souls

In Libra of Souls muss der Spieler sich zunächst seinen eigenen Charakter zusammenstellen. Dabei gibt es eine riesige Palette aus Möglichkeiten, wie dieser Charakter zusammengestellt werden kann und welchen Kampfstil dieser dann nachher hat. Anders als in der Seelen Chronik wird die Geschichte einfach nur über Texte erzählt. Diese sind auch nicht vertont und ziehen sich teils ganz schön lange hin. Auch hier wenig spektakulär aber der eigentliche Hauptmerk von Libra of Souls ist das RPG Element.

Denn der Spieler kann in diesem Story-Modus eine Karte frei erkunden und dabei gegen Gegner kämpfen. Dabei können Städte durch Nebenquests verbessert werden, Waffen gesammelt und verbessert werden und noch mehr. Die Story wird auch dann erst richtig interessant. Je nachdem, wie sich der Spieler verhält, erscheint er als gut oder böse. Dann werden andere Möglichkeiten zum reisen sowie andere Nebenquests freigeschaltet.

Einfach zu lernen aber hart zu meistern

Das Kampfsystem in den Soulcalibur Spielen hatte schon immer den Ruf einfach zu erlernen zu sein. Kurz die Grundlagen erklärt und nach kurzer Zeit macht auch ein Anfänger eindrucksvolle Kombis. Doch die richtige Attacke zur richtigen Zeit macht viel aus. Außer den normalen Attacken wurde auch eine sogenannte „Umkehrklinge“  neu zu dem Arsenal der Krieger hinzugefügt. Trifft diese Klinge einen Feind, dann wird nach Schere-Stein-Papier-Prinzip bestimmt, wer den nächsten Angriff landet.

Dieser kann sich dann auch in eine Kombi-Attacke verwandeln, der verheerenden Schaden anrichtet. Außerdem ändern sich Reichweite, Kraft und Kombi-Folge pro Charakter. So haben einige Krieger zum Beispiel mehr Angriffe, die auf den Boden zielen und dort liegende Kämpfer Schaden zufügen können. Insgesamt macht das Kämpfen sehr viel Spaß und geht flüssig von statten. Nur in seltenen Momenten sieht man durch Effekten nicht wirklich was passiert und selbst dann gehen diese sehr schnell vorbei.

Online-Kämpfe

Die Online-Kämpfe variieren in Ranglisten-Kämpfe, in welchen um Punkte gekämpft wird, und Gelegenheitskämpfe. In beiden Modi hatte ich persönlich nicht das Gefühl, dass das Match-making richtig ausbalanciert ist. Als Anfänger wurde ich zum Beispiel mit jemanden gemachted, der das zehnfache an meinen Rangpunkten hat.

Natürlich hat dieser Spieler mit mir den Boden gewischt. Andererseits wurden mir nach ein paar Kämpfen auch blutige Anfänger entgegengestellt, die ich wieder rum fast immer komplett perfekt besiegt habe. Es gibt also nicht so wirklich das Mittelmaß bei dem Online-Kämpfen, jedoch kann das Match-making in Zukunft noch verbessert werden.

Viel Spaß hatte ich dabei meinen eigenen Charakter im Online-Modus zu benutzen. Auch sieht man allerlei witzige Kreationen von Spielern. So habe ich gegen einen Kämpfer gespielt, der seinen Charakter wie Pac-Man gestaltet hat, ein anderer sah aus wie Piccolo von Dragon Ball Z.

Charakter-Anpassung

Neu in Soulcalibur VI ist auch, dass der Spieler sich selbst einen Charakter erstellen oder anpassen kann. So kann man aus bestehenden Charakteren wählen und denen neue Klamotten verpassen oder seinen ganz eigenen Charakter erstellen. Wie zuvor schon erwähnt, kann man dabei äußerst kreativ werden.

Neben vielen Rassen, kann der Spieler auch noch Waffen, Kampfstil und Ausrüstung pro Charakter individuell anpassen. Dabei sind die Kampfstile jedoch von den klassischen Charakteren und Gast-Charakteren genommen. So kann man den eigenen Kämpfer zum Beispiel die Schwerter von Geralt von Riva geben und dieser benutzt dann auch die Zauber.

Wer möchte kann außerdem noch Effekte und die Körper der eigenen Kämpfer anpassen, oder durch Zufall bestimmen lassen. Je nachdem wie der Charakter erstellt wurde, macht er mehr Schaden, ist schneller oder langsamer und so weiter. Auch eine Zufallswahl nach bestimmten Präferenzen ist möglich.

Fazit zu Soulcalibur VI

Das Kampfsystem in Soulcalibur VI macht wirklich viel Spaß. Die Kämpfe sind schnell und hitzig. Wenn man den Kämpfer gefunden hat, dessen Stil zu dem Spieler passt, macht das Kämpfen noch umso mehr Spaß. Vor allem hatte ich viel Spaß, damit mit meinen eigenen Charakteren die Story in Libra of Souls zu spielen und hatte mich sehr darüber gefreut, wenn ich meinen Charakter als Zufalls-Gegner in der Seelen-Chronik zu begegnen.

Insgesamt hatte ich auch am meisten Spaß mit Libra of Souls, da mir die RPG-Elemente dort sehr zugesagt haben. Auch der Charakter-Editor macht wirklich Spaß und ich habe lange damit verbracht einen möglichst witzigen Charakter zu erstellen. Die Online-Kämpfe sind zwar meist etwas unfair, aber können durch besseres Match-Making verbessert werden. Ansonsten macht gerade das intuitive Kampfsystem das Spiel sehr rund und spaßig.

Soulcalibur VI haben wir mit einem Rezensionsmuster, bereitgestellt von MSM.digital und Bandai Namco Entertainment Europe, auf PlayStation 4 Pro getestet.

Artikelbild & Screenshots: Bandai Namco

Über Maik Gasse

Hi mein Name ist Maik, zur Zeit Maschinenbau Student in Köln Als leidenschaftlicher Zocker und gelegentlicher Hobby-Schreiber verfasse ich hier auf in-ent.de zusammen mit Chris und Lukas Gaming-relevante Artikel.

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