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gamescom 2017: Vampyr

Dontnod und Focus Home Interactive haben auf der gamescom 2017 mit Vampyr Menschen ausgesaugt und schwere Entscheidungen fällen lassen.

Vampyr spielt 1920 im düsteren England, was von der spanischen Grippe heimgesucht wird. Der Hauptcharakter Dr. Jonathan Reid, ein leidenschaftlicher Arzt, wurde durch die Infektion mit der Krankheit auf mysteriöse Weise zum Vampir. Der Spieler sieht sich nun mit dem Gewissenskonflikten zwischen der Profession als Arzt, der Leben retten will, und der Natur des Vampirs, der nach Blut hungert. Vampyr erscheint am 30. November 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC.

Der Feind meines Feindes ist auch nicht mein Freund

Nicht nur, dass überall die Menschen wegen der spanischen Grippe in Massen sterben. Manche stehen sogar wieder als Vampir-Wiedergänger auf. Diese Gesellen sind nicht so sehr auf das Leben der Menschen bedacht und zerfleischen Lebende sowie Tote. Als Antwort darauf hat sich eine Gruppierung der Menschen gebildet: die Vampirjäger. Sowohl die Vampirjäger, wie auch die Vampir-Wiedergänger sind Gegner für Jonathan Reid, obwohl sie auch als Nahrung dienen können.

Mit seinem neuen, unsterblichen Körper entwickelt der Spieler Jonathans Vampir-Fähigkeiten. So kann er zum Beispiel ein bisschen Blut abzapfen, um somit die Blut- und Lebens-Leiste wieder aufzufüllen. Jonathan kann sich außerdem auf Kosten von Blut mit einem Blutschirm bedecken, der vor Schaden schützt. Außer dem Blut besitzt Jonathan noch seine Knochensäge, seine Hauptwaffe und kann zudem noch weitere Waffen aufnehmen und einsetzen.

Gewissensbisse eines Vampir-Arztes: Leben nehmen oder lassen

Als Vampir muss Jonathan nämlich Blut trinken und so das Leben seiner Opfer nehmen. Dies steht im krassen Widerspruch zu dem Hippocrates-Eid der Ärzte, alles Leben zu achten und zu schützen. Jedoch benötigt Ethan eben dieses Blut um seine Kräfte zu nähren. Entsprechend spannend ist das Level-System für Jonathans Fertigkeiten. Anders als in anderen Spielen levelt man nicht einfach so auf, wenn man Aufträge erledigt oder Gegner besiegt. Das gesammelte Blut, was Jonathan im Kampf oder beim Aussaugen von Bewohnern, aufnimmt kann in Fähigkeiten fließen, die dann der Menge entsprechend stärker werden und so das Level steigern.

Vor allem Bewohner geben viel Blut. Tatsächlich ist die Blutqualität entscheiden dafür, wie schnell sich der Blut-Balken auffüllt.  Dontnod hält sich an die historischen Hintergründe von Vampiren: Ein Vampir muss schließlich ins Haus gebeten werden, um es betreten zu dürfen. Wenn also Bewohner Jonathan ins Haus bitten und diese aussaugt, verändert sich das Viertel, in dem die Bewohner gelebt haben. Außerdem spricht die Seele des Bewohners kurz nach seinem Tod noch einmal zum Spieler und hinterfragt seinen Tod. Jonathan muss sich nach dem Aussagen zur Ruhe legen und kann dann seine Fähigkeiten verbessern. Es gibt übrigens kein Limit, wie viele Bewohner Jonathan aussaugen kann.

Missionen leichter lösen durch Vampir-Fertigkeiten

Bewohner finden oder Morde aufklären sind unter anderem Teil von Jonathans Story-Aufträgen. Hierfür sind die vampirischen Fähigkeiten perfekt geeignet. Er kann Blutspuren im Dunkeln sehen, Gerüche und Laute besser wahrnehmen und das Blut in den Körpern der Menschen pulsieren sehen. Dies hilft ihm beispielsweise zu sehen, wer aufgeregt ist und wer vielleicht eine Straftat begehen wird.

Auf der gamescom wurde gezeigt, wie Jonathan einen ebenfalls mit dem Vampir-Virus Infizierten jagt. Am Ende steht Jonathan wieder vor der Möglichkeit ihn leben zu lassen oder zu töten. Diese Entscheidung verfolgt den Spieler das ganze Spiel und lässt so irgendwann die Frage aufkommen: Ist Unmenschlichkeit heilbar?

Artikelbild & Screenshots: Dontnod Entertainment/Focus Home Interactive, Video: YouTube

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Über Maik Gasse

Hi mein Name ist Maik, zur Zeit Maschinenbau Student in Düsseldorf. Als leidenschaftlicher Zocker und gelegentlicher Hobby-Schreiber verfasse ich hier auf in-ent.de zusammen mit Chris und Lukas Gaming-relevante Artikel.

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