The Signifier: Review

The Signifier: Review

In The Signifier von Raw Fury und Playmestudio schlüpft der Spieler in die Rolle von Frederick Russell, einem Experten für KI und Psychologie, um einen mysteriösen Todesfall zu klären.

Die Story

Die Entwicklung von KI, der Einfluss von Social Media und die Möglichkeiten von Hirn-Scanns sind so fortgeschritten, dass eine Organisation ins Leben gerufen wurde, um die sichere Nutzung der Technologien zu gewährleisten.

Werbung

Das TSB (Technology Safeguard Bureau) überwacht auch das Traumläufer Projekt, an dem der Protagonist Fredrick Russel teilnimmt. Das Projekt ermöglicht es dem Benutzer, die Erlebnisse einer Person nachzuempfinden.

Das TSB nötigt Russel zu einer Kooperation, da sie sonst sein Projekt auf Eis legen. Die Vize-Präsidentin des KI-Unternehmen Go-At hat sich das Leben genommen, doch ist das TSB auf Ungereimtheiten gestoßen und bittet Russel, einen Blick in die letzten Momente der Verstorbenen Johanna Kast zu werfen.

The Signifier: Review
Russel wird mit allen Informationen ausgestattet, um Johanna Kast kennen zu lernen und den Fall zu lösen

Detektiv in VR und in der Realität

Um den Fall zu klären kann der Spieler sowohl in der Realität nach Spuren suchen und zum Beispiel die Wohnung der Verstorbenen durchsuchen, aber auch verschiedene Ereignisse im Leben von Johanna Kast in der virtuellen Realität aufsuchen.

The Signifier: Review
Durch diese Maschine kann Russel in die Erlebnisse von Johanna Kast eintauchen

Die virtuelle Realität kann ein Ereignis in zwei Sichten anzeigen. Die objektive Ansicht zeigt eine Rekonstruktion des Ereignisses so nah wie möglich an der Realität. Proportionen von Gegenständen stimmen, die Konturen sind jedoch verwaschen, da die Erinnerung schon verblasst ist.

Die zweite Sicht ist die subjektive Ansicht. Sie zeigt die Wertigkeit verschiedener Personen und Objekte. So sind die Kekse in der Küche größer, als in der objektiven Wahrnehmung oder die Eltern werden als Sonne dargestellt.

Durch das Durchsuchen beider Sichten kann der Spieler einen guten Eindruck der Situation erlangen. Die subjektive Ansicht ermöglicht zudem das gesehene aus Perspektive der Verstorbenen zu gewichten.

In der VR gibt es zudem immer wieder kleine Anzeigefehler, die der Spieler aufsammeln kann und an die richtige Stelle in der Erinnerung setzten kann, um weitere Informationen zu erlangen.

The Signifier: Review
Die subjektive Ansicht geht mehr auf Emotionen und Gefühle ein statt auf Realismus zu setzen

Wenn Russel eine Erinnerung gut genug analysiert hat, schaltet er neue Aktionen in der Realität frei oder erfährt von neuen Orten, die er selber besuchen kann, wie zum Beispiel dem Elternhaus der Verstorbenen Johanna. Dadurch baut der Spieler mit der Zeit ein großes Netz an Informationen auf, die den Fall um Johanna Kast immer komplexer werden lassen.

The Signifier: Review
Russel kann in einem Zeitstrahl alle wichtigen Informationen der Ereignisse einsehen und erneut erleben

Zusammenfassung

The Signifier hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Rätsel sind mitunter echt schwer und die Story, die sich um den Tod von Johanna Kast aufbaut nimmt sehr schnell interessante, aber auch komplexe Bahnen an. Neben dem TSB kontaktiert auch Go-At, der Arbeitgeber von Johanna, Russel wodurch die Ermittlungen nur schwerer werden.

War es ein Selbstmord? Wer kann vom Tod profitiert haben? Warum ist das TSB so versessen auf die Ergebnisse von Russel? Warum hat das Go-At zufällig kurz nach dem Tod von Johanna Kast Interesse an Russel? Mit der Spielzeit werden es eher mehr statt weniger Fragen, was bei mir die Neugier und Lust aufs Weiterspielen extrem erhöht hat.

The Signifier wurde mit einem Steam-Key von Raw Fury getestet.

Artikelbild und Screenshots: Raw Fury, Playmestudio

Über Lukas Kochniss

Ich verbringe viele Stunden zockend am PC. Aus dem reinen Spielen entstand mit der Zeit auch eine Leidenschaft über das Gespielte zu schreiben und so habe ich mit Chris zusammen int.ent news gestartet. Ich bevorzuge CoOp Spiele und klassische RPGs mit guter Story. Multiplayer wie CS:GO mag ich dagegen weniger.