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Fairy Tail: Review

Natsu, Lucy und ihre Freunde der Gilde Fairy Tail von Gust Studios und Koei Tecmo wollen in Fiore die Nummer-Eins-Gilde im gleichnamigen JRPG werden.

Von Null auf Platz Eins

Fairy Tail wäre nicht Fairy Tail, wenn Charaktere nicht zusammen arbeiten müssten, um ihre Gegner niederzustrecken. Entsprechend erleben die Gildenmagier verschiedene Abenteuer in der Welt von Magie und Drachen, die an die Anime- und Manga-Reihe angelehnt sind.

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Spieler erstellen sich eine Auswahl an Kampfmagiern für eine Gruppe, die sich im Kampf miteinander kombinieren lassen, um zur Gilde Nummer Eins aufzusteigen. Dabei können sie aus Natsu, Lucy, Gray, Erza, Wendy, Gajeel, Juvia, Roguee, Kagura, Sherria, Sting, Ichya, Laxus, Mirajane, Jellal und Gildarts wählen. Zu Beginn des Spiels kämpfen die Hauptcharaktere der Serie gegen den Antagonisten Hades, um die Spielmechaniken zu erklären.

Fairy Tail: Review

Die Fairy-Tail-Gilde muss sich nach dem Kampf in Magnolia allerdings erstmal wieder einen Namen machen, da sie sieben Jahre voneinander getrennt waren. Daher ist der Unterschlupf auch für die gesamte Story das Hauptquartier. Hier befinden sich nicht nur die ganzen Charaktere, sondern auch die Haupt- und Nebenmissionen, eine Möglichkeit zum Shopping oder zum Aufwerten der Charaktere und der Gilde selbst. Zudem wird auch ausgewählt, welcher der 16 Charaktere ins Team sollen oder welche für eine bestimmte Quest benötigt wird.

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Übrigens: Die Zwischensequenzen, Menüpunkte und sonstige Sprache sind alle auf japanischer Sprache mit englischen Untertiteln. Das mag zwar für ein JRPG nicht überraschen, jedoch sollte das Fairy-Tail-Fans in Deutschland auf jeden Fall im Hinterkopf bleiben, wenn man sich ins Abenteuer stürzen möchte. Für deutsche Untertitel hat der Entwickler nicht gesorgt.

Unison Raids und Fairy Gauge im Kampf effizient einsetzen

Die Kämpfe in dem JRPG sind rundenbasiert. Jeder Charakter der aktiven Gruppe besitzt dabei seine eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten, die er einsetzen kann. Die Magie der Gildenmagier unterscheidet sich jedoch nicht nur in ihrem Kampfstil, sondern sind auch abhängig davon, welches Element sie nutzen.

Wie auch im Anime nutzt Natsu beispielsweise Feuermagie, während Lucy Heilmagie anwenden kann. Die Gegner stehen während des Kampfes an einem bestimmten Platz in einem 3×3-Gitter gegenüber. Die Fertigkeiten wirken entsprechend unterschiedlich auf das Gitter, sodass entweder einzelne oder auch verschiedene Gitterpunkte durch einen Angriff erreicht werden. Dementsprechend ist eine taktische Komponente gegeben wie in klassischen RPGs, die kombiniert sind mit elementbasierten Vor- und Nachteilen.

Die Kämpfe unterteilen sich in Attack, Magic, Defend oder Item. Meistens nutzen die Charaktere aber magische Angriffe, und im Zweifelsfall wird Heilmagie genutzt oder ein Trank eingeschmissen, um die HP aufgefüllt zu haben.

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Zwischendurch ergibt sich die Möglichkeit, stärkere Angriffe auszuführen. So ist es möglich eine Magic-Chain, also Kette an Magieangriffen, nacheinander auszuführen. So wird das ganze System abgerundet, um stärkere Angriffe auszuführen. Wie lange eine Kette ist, hängt davon ab, wie die Charaktere miteinander agieren und welches Beziehungslevel sie untereinander haben.

Im Spielverlauf lernen die Charaktere die Möglichkeit, Awakening auszuüben. Diese gibt dem jeweiligen Charakter Energie zurück oder verstärkt seine einzelnen Angriffe gegenüber dem Gegner. Dies bildet auch die Basis für die Unison Raids, um zufällige Angriffe der Verbündeten auszulösen. Nicht nur schicke Animationen gibt es zu bestaunen – sie haben auch ordentlich Wumms.

Was zunächst nach viel Holz klingt, ist im Großen und Ganzen aber übersichtlich gestaltet. Es gibt einige Aktionen, die zu weiteren Aktionen führen und somit das Gesamtbild sehr rund machen. Durch die rundenbasierten Kämpfe gibt es auch kein Zeitdruck, um überhaupt in das Kampfsystem einzusteigen. Eine gute Lösung ist damit aber auf jeden Fall gefunden.

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Charakterbeziehungen knüpfen

Die 16 spielbaren Charaktere müssen einander Bande knüpfen, um so gut wie möglich im Kampf zu sein. Nicht nur, dass das große Turnier ansteht, sondern es gilt auch die Beziehungen zueinander zu verbessern. Dies geschieht in der Regel durch kleinere Nebenaufgaben, die dazu führen, dass die Gilde Punkte bekommen, um die Charaktere aufzuwerten und mit entsprechenden Gegenständen ausrüsten kann.

Im Spielverlauf selbst können dann die Bande durch kleine Gespräche untereinander verbessert werden. Dies hilft auch im Kampf dabei, dass die Angriffe miteinander, wie etwa mit der Magic-Chain stärker oder auch länger sind.

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Die Gilde ausbauen, Quests erledigen und im Rang aufsteigen

Neben den Kämpfen und dem Erkunden gilt es natürlich auch darum, die Gilde auszubauen. So lässt sich im Hauptquartier allerlei aufrüsten, aufwerten und verbessern. Durch das Abschließen der jeweiligen Rang-Quests bekommen die Gildenmitglieder Gold, Erfahrungspunkte und Gegenstände. Diese können Spieler nutzen, um die Gilde und ihre einzelnen Bestandteile zu verbessern. Das Quest Board lässt sich aufrüsten und jederzeit nachschlagen, auf welchem Rang sich Fairy Tail befindet. Je weiter die Charaktere aufsteigen, desto bessere Aufgaben bekommen sie entsprechend. Unter anderem lässt sich der Shop aufwerten, wodurch die nette Dame am Tresen mehr Gegenstände anbieten kann.

Die Nebenaufgaben selbst finden Spieler am Quest Board. Diese sind in S-, A-, B-, C- und D-Rang eingeteilt. Zunächst können Gildenmagier jedoch nur D-Quests machen. Die Quests sind in ihrer Variabilität allerdings sehr eintönig, da es sich entweder um Jagd- oder Sammelaufgaben handelt. Dennoch ersetzt dies klassisches Grinden, was durchaus mehr Spaß macht, als einfach nur Monster in Massen zu schlachten.

Die Charaktere lassen sich am Guild Board verbessern. Je nach Abschluss einer Quest gibt es Extrapunkte, die in die Charakterentwicklung gesteckt werden können. Je nach Rang schalten die einzelnen Charaktere dadurch neben ihren normalen Leveln spezielle Fähigkeiten frei oder sogar neue Ausrüstungsgegenstände, die an die Serie angelehnt sind.

Fairy Tail: Review

Fazit zu Fairy Tail

Fairy Tail überzeugt vor allem im puncto rundenbasierten und taktischen Kampfsystem. Dieses ist besonders gut in das Gameplay des JRPGs implementiert, sodass es Spaß macht die Vor- und Nachteile der jeweiligen Angriffe zu nutzen oder minimal zu knobeln, welcher Angriff nun den besten Effekt auf den Gegner hat. Insbesondere wenn es zu den Spezialattacken kommt ist Fairy Tail stark an den Anime angelehnt und macht wirklich seinen Spaß. Zudem ist die Auswahl an Charakteren und der Fokus auf das Ranking-System sehr interessant und bietet Abwechslung zu herkömmlichen JRPGs.

Abstriche gibt es jedoch in puncto Optik, denn Triple-A-Grafik bietet Fairy Tail in keinster Weise. Auch um in die Story einzusteigen bedarf es einer großen Menge Vorwissen aus dem Anime oder Manga, denn ohne dieses kann man zwar in der Enzyklopädie nachlesen, an welchem Teil der Handlung der Spieler gerade dran ist. Dennoch ist es nicht sonderlich reizvoll alles nachlesen zu müssen.

Im Großen und Ganzen wirkt das Spiel aber sehr charmant, trifft den Ton des Animes und wird vor allem Genre- oder Fairy-Tail-Fans gefallen. Insbesondere geht der Soundtrack aber jedem ins Ohr, der ihn nur für ein paar Minuten gehört hat. Für den stolzen Preis, den die Entwickler wollen, ist es jedoch eindeutig zu viel des Guten. Im Sale kann man es aber durchaus mitnehmen. Nur so als Tipp am Rande.

Artikelbild, Screenshots, Video: Gust Studios/Koei Tecmo

Fairy Tail wurde mit einem Review Key auf der PlayStation 4 getestet, bereitgestellt von Koch Media.

Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris, bin German Content Editor und habe Technikjournalismus und PR studiert. Auf int.ent news schreibe gemeinsam mit Lukas, Maik und Jan hier und kümmere mich um die organisatorischen und redaktionellen Belange.