Spintires

Review: Spintires

In Spintires fährt der Spieler mit seinem Wagen auf den unbefestigten Straßen der russischen Wildnis.

Auf insgesamt fünf Karten kann er alleine oder im Koop-Modus mit bis zu vier Spielern Aufgaben erledigen. Ein Großteil der Aufgaben besteht dabei aus Transport-Aufgaben, wo ein bestimmtes Frachtgut ausgeliefert werden muss. Dabei kann der Lastwagen jedoch auch im Schlamm stecken bleiben. Entsprechend vorsichtig muss der Spieler fahren oder mit Bergungskräften seinen Laster wieder befreien.

Karte
Es gibt fünf verschiedene Karten für Spintires. Der Spieler startet an einer Werkstatt mit ein oder zwei verschiedenen Fahrzeugen. Die Aufgabe des Spielers ist es zur markierten Fläche zu gelangen und die dortigen Transportaufträge zu bearbeiten. Um die Aufträge erfüllen zu können, braucht der Spieler unterschiedliche Fahrzeuge. Diese kann er beim Erkunden der Karte finden und freischalten. An einer Werkstatt können die Fahrzeuge weiter angepasst werden.

SpinTires-2014-06-19-11-25-27-07Die Karte ist der unbefestigten Wildnis Russlands nachempfunden. Geteerte Straßen sind eine Seltenheit und in der Regel sind die Pfade stark zerfahren und schlammig. Der Spieler kann im Schlamm stecken bleiben, wenn der Schlamm zu tief wird.

Die Entwickler von Spintires scheinen das gesamte Spiel auf den Schlamm ausgelegt zu haben, denn man kann selbst auf fester Erde sehr schnell versinken. Selbst auf den wenigen echten Teerstraßen hinterlässt ein Fahrzeug Spuren wie im Schlamm.

Spielmodi

Es gibt zwei verschiedene Spielmodi. Für Gelegenheitsspieler bietet sich der erste Modus an. Hier ist der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge geringer und man kann sich zur Werkstatt über Schnellreise begeben, wenn man feststeckt.

Im Realismus-Modus ist der Spritverbrauch höher und man muss Tankstationen besser nutzen. Darüber hinaus kann man nicht die Schnellreise nutzen. Wenn man feststeckt, muss man sich selbst mit einem Zweitwagen retten .

Fahrzeuge

SpinTires-2014-06-18-08-44-24-22Das Spiel bietet fünf verschiedene Klassen an Fahrzeugen. Angefangen bei einem einfachen Jeep für Erkundungstouren, bis hin zu Lastfahrzeugen mit acht Reifen zum Bergen anderer Fahrzeuge. Auf der Karte können weitere Fahrzeuge gefunden werden. Sobald ein weiteres Fahrzeug aufgedeckt wurde, ist es für den Spieler nutzbar.

In einer Werkstatt können die Wagen dann weiter angepasst werden. Neben unterschiedlicher Bereifung stehen dem Spieler verschiedene Container für die Lastwagen zur Verfügung. Damit kann ein und der selbe Lastwagen einmal Sprit transportieren und einmal Holz liefern. Wenn man eine Werkstatt erreicht, wird zudem sämtlicher, erlittener Schaden am Fahrzeug repariert und der Tank wieder aufgefüllt werden.

Aufträge

Je nach Karte muss man zum Auftrag erst einmal eine sehr lange Strecke fahren. Als unerfahrener Anfänger ist das ein sehr schweres Unterfangen und man muss sein Fahrzeug häufig zur Werkstatt zurück schicken. Wenn man dann das Aufgabengebiet erreicht hat, muss der Wagen auch das dort liegende Gut transportieren können. Was zu transportieren ist und welche Konfiguration welcher Lastwagen dafür braucht, wird einem nicht vermittelt. Man muss es selbst herausfinden, wobei schnell Frust aufkommen kann.

Zu wenig erklärt

Spintires verlässt sich für meinen Geschmack zu sehr auf die Experimentierfreudigkeit der Spieler. Der Spieler muss lernen, dass er im Schlamm stecken bleibt, in den er hinein fährt. Ob der Spieler dann auf Allrad wechselt und sich selbst befreit, oder ob er das Spiel nach wenigen Anläufen verzweifelt in die Ecke schmeißt, scheint da egal.

SpinTires-2014-06-18-16-42-39-78Ein weiteres Beispiel bietet der Transport von Holz. Während des Tests konnte ich jedoch nicht verstehen, wie man Holz auf den Wagen lädt. Wenn man sich neben bereits gestapeltem Holz stellt, erhält man die Nachricht, man stehe falsch.

Egal wie ich mich gestellt habe, die Nachricht ist geblieben. Das gestapelte Holz kann mit dem Greifer nicht gepackt werden und sieht mehr nach einem Ziergegenstand aus.

Dann gibt es frisch gefälltes Holz, welches kreuz und quer im nahen Wald liegt. Dieses kann man mit dem Greifer zwar packen, doch selbst der dünnste Stock scheint mehr zu wiegen, als der Greifer Traglast vorweist.

Hier könnte das Spiel mit einigen Tutorials erklären, wie die verschiedenen Abläufe des Spiels funktionieren. Da Ausprobieren in vielen Fällen auch bedeutet, dass man Neustarten muss, macht es wenig Spaß Neues auf Kosten des Spielstandes  zu testen.

 Zusammenfassung

Freunde von Simulationsspielen werden an Spintires jedoch ihren Spaß haben. Als Anfänger bietet das Spiel jedoch zu wenig Hilfen an und man verliert schnell die Lust. Die Fahrzeuge und Konfigurationsmöglichkeiten sind gut umgesetzt und wenn man die ersten Grundsätze für das Fahren verstanden hat, macht es auch Spaß die Landschaft zu erkunden. Die Aufgaben sind sehr schwer zu erreichen und der Spieler muss selbst herausfinden, was die Aufgabe überhaupt ist.

Insgesamt rate ich von dem Spiel ab, wenn man nicht mit starken Frust in den ersten Spielstunden arbeiten kann. Einige Sachen hat man auch erst nach drei oder vier Spielstunden verstanden. Vieles habe ich selbst nach neun Stunden nur in Teilen verstanden.

Einstieg - 40%
Spielwelt - 50%
Steuerung - 50%
Aufgaben - 20%

40%

Spintires kann Spaß machen. Man braucht jedoch viel Übung, um die Finessen des Spiels zu verstehen. Hilfestellungen vom Spiel gibt es hier keine, wodurch sich schnell Frust aufbaut.

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Über Lukas Kochniss

Ich bin schon seit vielen Jahren begnadeter PC Spieler und habe ungezählte Stunden zockend verbracht. Irgendwann ist aus dem reinen zocken die Interesse entstanden auch über Games zu schreiben und daraus entstand KochnissCode. Nach etwa einem Jahr KochnissCode habe ich dann mit Chris zusammen int.ent news gestartet, um unsere Interessen und Schreibkraft zu bündeln.

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