Watch Dogs

Review: Watch Dogs

In Watch Dogs sucht Aiden Pearce die Verantwortlichen für den Tod seiner Nichte.

Aiden Pearce verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Hacken von Systemen in Chicago. Doch bei einem Job geht irgendetwas schief. Ein zweiter Hacker war im System und Aidens Identität wurde aufgedeckt. Aiden soll ein Denkzettel verpasst werden. Als Aiden mit seiner Nichte Lena im Auto unterwegs ist, wird er in einen Unfall gezwungen. Lena stirbt dabei. Aiden gibt sich die Schuld für den Tod seiner Nichte und schwört jeden ausfindig zu machen, der an dem Tod verantwortlich ist. Sein erstes Ziel ist der Motorradfahrer, der den Unfall verursachte, namens Maurice.

Leveln und Skillpunkte

Watch_Dogs-2014-06-07-13-40-18-90Aiden erhält für das Töten von Gegnern und das Abschließen von Aufgaben Erfahrung. Wenn er eine Stufe aufsteigt, kann der Spieler den Punkt in eine der folgenden Talente investieren:

  • Hacken: Unter Hacken finden sich alle Talente, mit denen man Gegenstände hacken kann. Dazu gehört das Hacken von Ampeln oder Geldautomaten.
  • Fahren: Talente im Punkt Fahren verbessern die Fahrkünste Aidens oder deaktivieren die Alarmanlage an Autos, sodass man ohne Probleme in jedes Auto steigen kann.
  • Kampf: Durch Kampf-Fertigkeiten wird Aiden besser im Umgang mit Waffen oder kann unbemerkt Sprinten. Zudem erhöht es den Widerstand gegen Kugeln oder Explosionen.
  • Hergestelltes: Wenn der Spieler in Hergestelltes investiert, kann Aiden neue Gegenstände herstellen. Dazu gehören Granaten aber auch das Hackertool Jam Com, welches die Kommunikation um dich rum kurzfristig lahm legt.

Anfangs kostet eine Fertigkeiten nur einen Punkt. Spätere Fertigkeiten können jedoch auch bis zu fünf Punkte konsumieren.

Hacken mit dem Handy

Watch_Dogs-2014-06-02-16-51-40-28Der Spieler kann sich als Aiden Pearce in fast jedes System hacken. Aiden macht sich hierbei das Central Operating System (ctOS) von Chicago zu Nutze. Das ctOS überwacht die Menschen durchgehend, kann aber mit dem richtigen Hack auch von Aiden genutzt werden. Damit kann Aiden unbemerkt in Gebäude mit bewaffnetem Sicherheitspersonal gelangen ohne überhaupt einen Fuß auf das Grundstück zu setzen.

Mit seinem Handy kann der Spieler beispielsweise auf Kameras zugreifen, Handys von Passanten abhören oder Konten leer räumen. Es gibt aber auch Personen, die einen Hack erkennen und den aktiv spielenden Charakter dann für einen Gegenangriff taggen. Wenn der Spieler getagged ist, wird ein Online-Auftrag auf ihn angesetzt und andere Spieler kommen, um einen zu hacken.

Die Stadt Chicago

Watch_Dogs-2014-06-01-06-56-29-61Chicago ist eine Großstadt, in der man viel erleben kann. Die Stadt besteht aus sechs Vierteln. Um auf das ctOS eines Viertels zugreifen zu können, muss Aiden den ctOS-Hauptserver des Viertels hacken. Sobald dann das ctOS in einem Viertel freigeschaltet ist, kann man jede Person überwachen. Darüber hinaus gibt es weitere Server pro Viertel, die Daten zu sehenswerten Orten enthalten. Diese werden nach dem Hacken des Hauptservers auf der Karte markiert.

In der Stadt sind viele Eastereggs verteilt. Es gibt Ubisoft Rabbids, ein Metal-Ponny oder Anspielungen auf Assassin’s Creed. Einige Internet-Memes haben es auch in das Spiel geschafft. Warum jedoch ‚I can has cheesburger‘ unbedingt in ‚Ich kann haben Cheesburger‘ übersetzt werden musste, bleibt mir ein Rätsel.

Kämpfe

Watch_Dogs-2014-06-03-21-50-02-93Nicht jede Aufgabe lässt sich ganz ohne Gewalt lösen. So kann der Spieler Granaten von Gegnern sprengen, um diese auszuschalten. Außerdem hat der Spieler ein großes Waffenarsenal. Aiden kann hinter Mauern oder Autos Deckung nehmen, um taktisch gegen seine Feinde vorgehen zu können.

Aiden hat zwar eine begrenzte Zahl an Leben, regeneriert diese jedoch von selbst, wenn er sich etwas ausruhen kann. Dafür reicht es auch hinter einer Mauer Schutz zu suchen und eine Zeit lang nicht getroffen zu werden.

Fahrzeuge

Watch_Dogs-2014-06-03-21-41-55-43Da Chicago eine sehr große Stadt ist, muss Aiden häufig auf Autos und Motorräder zurückgreifen. Jedes Fahrzeug weist dabei ein leicht anderes Fahrverhalten auf. Große Lieferwagen sind bedeutend schwerfälliger als ein Motorrad, sind dabei aber auch resistenter bei Unfällen. Das Fahrverhalten mancher Wagen ist jedoch sehr verwirrend und macht wenig Spaß. Darüber hinaus muss man einen Wagen mehrfach gegen eine Mauer fahren, bis der erste Schaden überhaupt sichtbar wird. Selbst ein Seitenspiegel hält einige Schläge aus.

Für Verfolgungen bedeutet das, dass man den Gegner nicht so schnell kaputt bekommt, es sei denn, man neutralisiert ihn an einer Ampel oder Pollern. Dafür muss man im richtigen Moment Q drücken. In einer kleinen Slow-Motion Sequenz wird dann der Wagen durch ein ziviles Auto oder den Poller zerlegt. Schafft man die Neutralisierung nicht, kann der Gegner in beliebig viele Autos mit Vollgas fahren, ohne sich das anmerken zu lassen. Wenn man auf dem Motorrad gerammt wird, fällt Aiden nicht vom Motorrad, sondern hält sich ohne große Mühe selbst bei mehrfachem Überschlag fest. Das erscheint etwas unlogisch.

Zusammenfassung

Watch Dogs bietet eine interessante Geschichte in einer gigantischen Stadt. Das Hacken in die Privatsphäre anderer Menschen hat einen hoch aktuellen Bezug und macht dabei sehr viel Spaß. Der Spieler will Aiden nicht nur helfen seine Nichte zu rächen, sondern wird immer tiefer in die dunklen Geheimnisse um das ctOS gezogen.

Die Mischung aus Kämpfen, Schleichen und Hacken gibt dem Spieler die Freiheit seinen Weg zu finden. Die Eastereggs im Spiel sorgen für viel Abwechslung und fordern zum Suchen auf. Dadurch macht das Spiel selbst nach der Kampagne noch sehr viel Spaß. Wenn man alle Nebenmissionen abschließen und Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, braucht der Spieler gut über 50 Spielstunden. Allein mit der Kampagne wird der Spieler zwischen 15 und 20 Spielstunden beschäftigt sein.

Einzig die Fahrweise der Autos, sowie der geringe Schaden an Autos stört etwas das sonst perfekte Bild von Watch Dogs. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch an die hohe Resistenz der Autos und vermeidet einfach die schwerfälligen Autos.

Insgesamt macht damit Watch Dogs viel Spaß und lohnt sich zu kaufen.

Artikelbild und Fotos: Ubisoft

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Über Lukas Kochniss

Ich bin schon seit vielen Jahren begnadeter PC Spieler und habe ungezählte Stunden zockend verbracht. Irgendwann ist aus dem reinen zocken die Interesse entstanden auch über Games zu schreiben und daraus entstand KochnissCode. Nach etwa einem Jahr KochnissCode habe ich dann mit Chris zusammen int.ent news gestartet, um unsere Interessen und Schreibkraft zu bündeln.

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