Toplitz Productions hat uns auf der gamescom 2026 erneut mit auf die Reise in die raue Wikingerwelt in Vikings Dynasty genommen. Auf der gamescom 2025 hatten wir bereits erste Einblicke in die Entwicklung des Survival-Aufbauspiels bekommen. Nun konnten wir die konkreten Gameplay-Systeme und deren Zusammenspiel ein Jahr später näher betrachten.
Das Grundprinzip von Vikings Dynasty hat sich selbstverständlich nicht geändert. Es geht weiterhin darum, im rauen Skandinavien zu überleben, Ressourcen zu sammeln und allmählich sein eigenes Dorf entstehen zu lassen. Dabei nehmen die NPCs und das Crafting einen großen Platz ein, damit die Siedlung wächst. Wie bei Medieval Dynasty oder Sengoku Dynasty hat die Familie und ihre Wurzeln einen starken Einfluss auf das Leben im Norden, während die Landschaft geprägt ist von der nordischen Mythologie.
Inhaltsverzeichnis
- Vikings Dynasty zeigt seine raue Wikingerwelt
- Mit Booten wird die Wikingerwelt größer
- Angeln bekommt ein eigenes Minigame
- „Odin’s Sight“ zeigt Ressourcen und Orientierung
- Schreine und Opfergaben für die nordischen Götter
- Was ist mit den Wikinger-Raids?
- Vikings Dynasty bleibt eine Dynasty
- Unser Eindruck von Vikings Dynasty auf der gamescom 2026
- Release und Plattformen
Vikings Dynasty zeigt seine raue Wikingerwelt
Die Welt von Vikings Dynasty heißt Steineyjar und die Spielerin oder der Spieler übernimmt die Rolle eines Jarls. Es ist eine offene Spielwelt aus verschiedenen Inseln, in denen die raue nordische See beheimatet ist. Um von einer auf die nächste Insel zu gelangen, ist es notwendig, Wasserwege mittels Schiffen zu nutzen. Ansonsten hat Steineyjar als Archipel eine Menge Natur und Erkundung zu bieten.
Der Charakter kann aber nicht nur per Land reisen oder auf dem Meer, sondern auch schwimmen und tauchen. So gelangt der Charakter an bisher für die Dynasty-Reihe neue Ressourcen, die es bisher nicht gab. Schwimmen und Tauchen erweitern Vikings Dynasty damit um eine weitere Ebene der Erkundung. Unter der Wasseroberfläche warten Ressourcen, Geheimnisse und Schätze. Umso spannender wird es, wenn Spielerinnen und Spieler tatsächlich die Ruder in die Hand nehmen, um so auf Entdeckungsreise zu gehen.

Mit Booten wird die Wikingerwelt größer
Und genau an dieser Stelle kommt der interessante Part, denn Wasser ist nicht mehr länger nur eine Hürde für Spielerinnen und Spieler, sondern eine Gameplay-Mechanik. Die Entwickler haben in einer kurzen Demo gezeigt, dass es nicht nur darum geht, dass Schiffe geplant sind. Boote sind ein zentrales Gameplay-Element, um sich zwischen den Inseln Steineyjars fortzubewegen. Somit sind entfernte Inseln, wie in den bisherigen Dynasty-Spielen nicht mehr nur ein dekoratives Element.
Dies ermöglicht für Steineyjar eine offene, dynamischere Spielwelt. Vom Boot aus geht es zu jedem Zeitpunkt auch ins Wasser, um zu schwimmen und zu tauchen. Tauchen lässt die Spielwelt ebenfalls aus einer neuen Perspektive erleben, denn es gibt nicht nur Ressourcen, sondern auch Geheimnisse und Schätze, die auf Wikinger-Jarls warten. Das macht die Reise per Schiff schließlich zum Teil des Gameplays und nicht nur zur Wegstrecke.
Angeln bekommt ein eigenes Minigame
Bevor es raus auf die See geht, ist es möglich auf dem Steg zu angeln. Den Fischfang hat der Entwickler uns ebenfalls direkt gezeigt, was eben mehr ist als nur einen Knopf zu drücken. Spielerinnen und Spieler müssen auf den Fisch reagieren, was etwas Übung benötigt. Der Entwickler selbst empfindet es herausfordernd, einen Fisch zu fangen, denn es erfordert Timing und Reaktionstalent. Fische sind dennoch ein zentrales Nahrungsmittel für die Bewohner Steineyjars.
Auch wenn der Fischfang subjektiv herausfordernd sein kann, so vermittelt Angeln trotzdem einen Teil des Wikingeralltags. Kleine Tätigkeiten gehören dazu, um nicht nur seine Siedlung zu verwalten, sondern sie aktiv mit zu bewirtschaften. Gleichzeitig macht Angeln die Welt auch etwas interaktiver. Angeln ist außerdem eine kurze Beschäftigung abseits von Baumechaniken und Wirtschaftssystem.
„Odin’s Sight“ zeigt Ressourcen und Orientierung
„Odin’s Sight“ ist eine Bezeichnung, die ich selbst für das Feature gewählt habe. Im Grunde handelt es sich um eine visuelle Erkundungshilfe, die an einen Inspektorenblick erinnert. Spielerinnen und Spieler können Odin’s Sight aktivieren, der als visueller Erkundungsmodus Objekte hervorhebt und die restliche Welt abdunkelt. So werden beispielsweise Ressourcen sichtbar oder die Orientierung erleichtert.
Odin’s Sight lässt sich deshalb gut als diese bezeichnen, weil es den Entwicklern darum geht, eine Komfortfunktion in Vikings Dynasty zu implementieren. Diese hebt nicht nur interessante Punkte hervor, sondern nimmt Spielerinnen und Spielern langwierige Sucharbeit ab. Es ist aber ein rein optionales Feature, das erfahrene Jarls nicht nutzen müssen.

Schreine und Opfergaben für die nordischen Götter
Ein weiterer interessanter Aspekt aus der gamescom-Demo war ein spürbares Element aus der nordischen Mythologie. In Steineyjar gibt es an unterschiedlichen Orten Schreine, wo Spielerinnen und Spieler Opfergaben geben können, um den Göttern wie Odin, Thor oder Freya zu huldigen. Als Belohnung gibt es Segen für den Charakter. So wird die nordische Mythologie zu einer Gameplay-Mechanik innerhalb Vikings Dynasty.
Auch wenn der eigene Charakter diese Schreine aufsuchen kann, um Opfergaben darzubieten, gilt das nicht für alle NPCs. In der gezeigten Version konnten wir allerdings nicht beobachten, dass NPCs selbst Schreine aufsuchen oder Opfergaben darbringen. Die Dorfbewohner gehen stattdessen ihrem Tagesablauf nach und unterhalten sich lediglich hin und wieder über die nordischen Götter. Dass sie sich nicht um die Schreine zu scheren scheinen, trübt ein wenig die Immersion eines authentischen Wikinger-Lebens.

Was ist mit den Wikinger-Raids?
Eine große Frage bleibt uns aber weiterhin offen: Was ist eigentlich mit den Raubüberfällen, für die Wikinger bekannt sind? Auf diese Frage bekamen wir vom Entwickler die Antwort, dass es keinen konkreten Ablauf dazu bisher gibt und es eine schwierige Systemfrage ist. Gleichzeitig bleibt es aber innerhalb der Community ein vielgefragtes Feature. Raids sind also gefragt, doch ihre konkrete Umsetzung ist weiterhin offen.
Vikings Dynasty bleibt eine Dynasty
Vikings Dynasty knüpft an die Dynasty-Aspekte aus den bekannten Vorgänger wie Medieval Dynasty und Sengoku Dynasty an. Es geht nicht nur um reine Survival-Mechaniken, sondern darum, seine eigene Wikinger-Siedlung aufzubauen, den NPCs Aufgaben zuzuweisen und seine eigene Familie zu gründen und zu überleben.
Was sich besonders abhebt, sind die Aspekte, die Welt übers Wasser zu erkunden und den Göttern Opfergaben darzubieten. Genau diese Neuerungen hebt Vikings Dynasty von den vorherigen Titeln ab.

Mein Eindruck von Vikings Dynasty auf der gamescom 2026
Zusammengefasst hat mir die Präsentation von Vikings Dynasty trotz der offenen Fragen sehr gut gefallen. Es führt die grundsätzlichen Dynasty-Features zusammen und erweitert sie um für das Zeitalter der Wikinger sinnvolle Elemente. Dazu gehören eben Angeln und Boote, die die Spielwelt deutlich offener und zugänglicher machen als die bisherigen Dynasty-Titel.
Das Komfortfeature der Odin’s Sight, beziehungsweise der Inspektorsicht, macht den Einstieg und die Hürde für neue Spielerinnen und Spieler sicher leichter, bleibt aber rein optional. Besonders positiv hervorzuheben ist aber auch, dass Schreine und Religion ein wichtiges Gameplay-Feature in Vikings Dynasty sein wird. Die Dorfbewohner unterhalten sich aktiv über die Götter, was die Immersion einerseits verstärkt, doch bleibt es auch genau dabei, denn sie besuchen keinerlei Schreine und gehen einfach nur ihrem Alltag nach.

Wann und für welche Plattformen erscheint Vikings Dynasty?
Einen konkreten Release-Termin gibt es weiterhin nicht. Toplitz führt Vikings Dynasty derzeit mit einem erwarteten Early-Access-Start 2027, während Steam weiterhin „Bevorstehende Ankündigung“ angibt. Eine Entwicklung für PlayStation 5 wie für Sengoku Dynasty ist aber in Planung.
Derzeit ist ein offizieller Playtest für den 16. September 2026 geplant. Den Zugang können Interessenten via Steam anfragen.
Artikelbild & Screenshots: Digital Daredevils/Toplitz Productions, Videos: YouTube
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