Auf der gamescom 2026 konnten wir das Zombie-Survival-Game God Save Birmingham von Ocean Drive Studio selbst ausprobieren.
Das Survival-Game hat Birmingham als riesengroße Sandbox, während eigene Entscheidungen im Vordergrund stehen. Es gilt, Ressourcen zu suchen, zu craften, die Stadt zu erkunden und zu überleben. Das Spiel gibt der Spielerin oder dem Spieler nicht vor, was sie oder er zu tun hat, sondern das Ziel ist es, Birmingham und der ausgebrochenen Seuche zu entkommen. Auch wenn Ocean Drive Studios den Koop-Modus angekündigt hat, war dieser in der 30-minütigen gamescom-Demo noch nicht spielbar.
God Save Birmingham: Sandbox statt linearer Missionen
Die gamescom-Demo startet in einem etwas abseits gelegenen Hof, dessen Mauern bereits zerstört sind. Dort gibt es nicht nur mehrere Gebäude und Pferdeställe, sondern auch die ersten Zombies, denen wir begegnet sind. Wie gesagt, liegt der Fokus auf der Erkundung von Birmingham und so gibt es auch keine vorgegebene Quest, der wir nachgehen sollten. Wir haben die Stadt auf eigene Faust erkundet. So entpuppt sich Birmingham schnell als Sandbox, in der zahlreiche Zombies präsent sind. Die Wiesen und Straßen sind voller Untoter, was direkt vermittelt: Diese Stadt gehört nicht mehr den Menschen.
Zombies sind überall, aber keine Marathonläufer
Die Zombies selbst sind zwar die Hauptgefahr, aber sie bewegten sich in der gamescom-Demo eher langsam und gemächlich. Was aber nicht heißt, dass sie ungefährlich sind. Sie entdecken den Charakter recht schnell, laufen diesem für einen Moment auch hinterher, aber nach kurzer Zeit ist dieser auch wieder vergessen, wenn er weiterzieht. Sie machen auch mit typischen Stöhn-Geräuschen auf sich aufmerksam, dass sie einen entdeckt haben. Die Flucht war trotz zahlreicher Verletzungen immer noch möglich.
Bei Zombie-Gruppen wird es allerdings schnell unübersichtlich, was für ein Zombie-Spiel aber positiv gemeint ist. Spielerinnen und Spieler müssen nicht jeden Kampf annehmen, denn die Flucht ist immer optional. Genau das passt zu einem Sandbox-Survival-Game mit Untoten, die eine Stadt übernommen haben.
Alles kann zur Waffe werden
Was bei der Demo zunächst etwas schwer gefallen ist: Eine Waffe auszurüsten, weil nicht erklärt wird, was genau zu tun ist. Das hatte aber einen interessanten Wendepunkt mit sich, wie wir uns gewehrt haben. Da es bereits vorher hieß, dass es etliche Gegenstände wie Eimer, Schubkarren oder Stühle gibt, die der Charakter aufheben kann, können diese auch als Barrikade genommen oder sogar auf Zombies geworfen werden. Dies hat den Effekt, dass Zombies für einige Sekunden außer Gefecht am Boden liegen und die Sekunden entscheiden darüber, ob Spieler nicht lieber das Weite suchen.
Somit wird die Umgebung zum Werkzeug und es ist nicht bloß dekorative Physik-Spielerei. Die Physik verändert also wirklich das Gameplay, weil dadurch Spontanität auch zur Idee werden kann, um den Zombies zu entkommen oder sie anders zu besiegen.

Survival-Mechaniken und Debuffs
God Save Birmingham bedient sich klassischer Survival-Mechaniken wie Nahrung und Wasser. Das hat der Charakter aber zunächst nicht im Inventar, sondern muss er im Spielverlauf finden, um nicht zu verdursten beziehungsweise zu verhungern. Die Ressorucen liegen aber auch nicht frei überall herum. Gleichzeitig können Lebensmittel und Wasser verdorben oder vergiftet sein, was direkt Auswirkungen auf den Charakter bei Konsum hat. So ist dem Charakter unmittelbar schlecht und er bekommt einen negativen Zustand angezeigt, der ihn das Leben kosten kann.
Es gibt zahlreiche Debuffs, die das Überleben in God Save Birmingham schwer machen. Dazu gehören zwar Hunger und Durst, aber auch Blutungen, Kopf- und Armverletzungen und so weiter. Diese Zustände wirken sich auf das Gameplay aus und wie viel Ausdauer und Lebenspunkte dem Charakter noch bleiben, ehe er stirbt. Bis dahin bleibt ihm aber ausreichend Zeit, sich auch Verbände herzustellen, um beispielsweise Blutungen zu stoppen – wie etwa aus der eigenen Kleidung, die er trägt.

Crafting und Waffen in God Save Birmingham
Für einfache Gegenstände, wie beispielsweise die eben genannte Bandage, benötigt der Charakter zum craften noch keine Werkbank. Dafür gibt es ein dazugehörigen Menü, der anzeigt, welche Materialien benötigt werden, um diese Bandage herzustellen. Bei größeren Gegenständen wird es aber notwendig, die Werkzeuge in die Hand zu nehmen und so eine bessere Überlebenschance zu haben.
Aber der Spielerin oder dem Spieler ist es selbst überlassen, welche Gegenstände sie oder er herstellt, da es keine feste Queststruktur gibt. Aus Nahrungszutaten können später auch Rezepte entstehen. Diese ermöglichen wiederum bessere Nahrungsmittel, die auch positive Eigenschaften haben, um sich zur Wehr zu setzen.
Kämpfe gegen Zombies erfordern Timing
Um sich dann tatsächlich gegen die Zombies zu behaupten, gibt es einige mittelalterliche Waffen zur Verfügung. Eine Axt muss aber im richtigen Zeitpunkt genutzt werden, da nicht jeder Angriff automatisch trifft. Ein schlecht getimeter Angriff kann also auch daneben gehen. Wenn der Charakter keine Waffe ausgerüstet hat, kann er Zombies im richtigen Moment schubsen und den Abstand zum Zombie erhöhen oder eben die Gegenstände in der Umgebung nutzen. Ein Zombie-Biss bedeutet jedoch auch nicht gleich automatisch den Tod.
Ein Ausdauer-System begrenzt die Aktionen, die der Charakter ausführen kann. So sind unendliche Schläge oder Sprints nicht möglich, was Spielerinnen und Spieler in Birmingham immer berücksichtigen sollten, wenn sie sich mit Zombies anlegen.

Flucht ist manchmal die beste Strategie
In der gamescom-Demo waren einzelne Zombies noch gut kontrollierbar. Mehrere Gegner verändern die Situation aber signifikant und es bedarf viel Improvisation, um diesen zu entkommen. Sich auf einen Nahkampf einzulassen, ist sehr riskant, weshalb immer die Umgebung berücksichtigt werden sollte, um dieser Situation heile zu entkommen. Flucht ist also wirklich immer eine Option, denn es geht nicht ums Gewinnen, sondern ums Überleben.
Wann und für welche Plattformen erscheint God Save Birmingham?
God Save Birmingham ist derzeit noch in der Vorbereitung für einen Early Access. Der Early Access ist zunächst für Steam vorgesehen, aber in Zukunft ist der Third-Person-Titel auch für Konsolen nicht mehr ausgeschlossen.
Artikelbild: Ocean Drive Studio, Video: YouTube
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