Frostpunk - The Last Autumn: Review

Frostpunk – The Last Autumn: Review

Mit The Last Autumn bringen Frostpunk Entwickler 11 bit Studios am 21. Januar 2020 die erste große Erweiterung für das Spiel heraus. Statt in der bitteren Kälte zu überleben, gilt es in The Last Autumn einen Heizkern gegen den kommenden Winter zu bauen. Ob mir das gelingt und mit welchen neuen Problemen Spieler zu kämpfen haben, erfahrt ihr hier.

Baue einen Heizkern

Das britische Imperium schickt eine Expedition los, um einen Heizkern zu bauen, um das sich der Spieler kümmern darf. Es gibt Gerüchte über einen nahenden Winter, der das Land verschlingen wird und das Imperium möchte Vorsichtsmaßnahmen erbauen.

Werbung

Bei der Ankunft stehen dem Spieler ein paar Arbeiter und wenige Gebildete, sowie etwas Holz und Stahl als Startressourcen zur Verfügung. Die Expedition kann über Häfen Holz, Kohle oder Stahl importieren. Neben den Rohstoffen in direktem Umkreis von der Siedlung sind die Häfen die beste Quelle für Materialien.

Sobald der Spieler die Grundversorgung an Holz, Stahl, Kohle und Nahrung zum Laufen gebracht hat, muss unverzüglich mit dem Bau des Heizkerns begonnen werden. Immerhin ist die Expedition beim britischen Imperium angestellt und hat einen engen Zeitplan einzuhalten. Schafft es der Spieler nicht, im Zeitplan zu bleiben, ist das Spiel automatisch vorbei.

Neue Aufgaben, neue Probleme

In Frostpunk ist die Kälte der größte Feind. In The Last Autumn sind die Temperaturen zu Beginn noch erträglich und eine einfache Hütte für die Nacht reicht völlig aus, damit die Arbeiter nicht krank werden. Die neue Gefahr in The Last Autumn nennt sich Zeitdruck.

Für die erste Bauphase hat der Spieler beispielsweise nur 15 Tage Zeit. Arbeiten an der Baustelle für den Heizkern sind aber gefährlich und es kann zu Unfällen oder Todesfällen kommen. Eine Anzeige an der Baustelle zeigt, wie gefährlich die Arbeit pro Tag ist. Die Unfallgefahr lässt sich durch Sicherheitsmaßnahmen reduziert, doch als Konter gibt es Giftgase, die in drei Stärken die Baustelle heimsuchen und somit wieder die Arbeit erschweren.

Durch den Zeitdruck ist es daher nicht möglich, an einem Giftgas Stufe 3 Tag komplett die Arbeit ruhen zu lassen. Sterben aber Leute, kann es schnell zu einem Engpass an Arbeitern kommen oder die übrigen Arbeiter streiken und legen somit den ganzen Betrieb lahm. Durch verkürzte Arbeitszeiten kann der Spieler zwar die Motivation und Arbeitssicherheit erhöhen, aber dafür geht wertvolle Zeit, die für den Bau nötig ist, drauf.

Der Spieler bewegt sich also auf einen schmalen Grat zwischen Arbeitermotivation, Zeitdruck und dem Verlust seiner Arbeitskräfte. Mir ist es im Test nicht gelungen, über die dritte von vier Bauphasen hinaus zu kommen, da Frostpunk einem immer mehr Hindernisse in den Weg legt und frühe Fehlentscheidungen bringen nach hinten immer größere Probleme mit sich.

Gesetze und Forschung

Genau wie beim Basisspiel, ist es ein Aspekt der Erweiterung, Gesetze zu verabschieden. Durch die Gesetze kann der Spieler beispielsweise Gebäude freischalten, die die Motivation der Arbeiter erhöht oder die Arbeitssicherheit verbessert. Nach dem Erlassen eines Gesetzes gibt es eine Abklingzeit, in der kein neues Gesetz ausgesprochen werden kann und viele Gesetze sind eine entweder oder Entscheidung, wodurch ein Teil der Möglichkeiten blockiert wird.

Zudem verlangen die Arbeiter mit der Zeit durch Streiks oder ihre Gewerkschaft den Erlass und die Umsetzung verschiedener Gesetze, da sie sonst weiter streiken oder noch mehr Motivation verlieren.

Neben dem Gesetzesbuch gibt es auch eine Forschungseinrichtung. In dieser lassen sich neue neue Gebäude oder Effizienzstufen erforschen. Für das Erforschen braucht der Spieler sowohl gebildete Arbeitskräfte wie auch einige Rohstoffe. Auch die für den Bau des Kerns benötigten Gebäude sind Teil der Forschungen und es ist essenziell diese passend zur Verfügung zu haben.

Zusammenfassung: Großer Spaß, wenn man Herausforderungen schätzt

Frostpunk: The Last Autumn hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist interessant die Welt vor dem großen Winter kennen zu lernen und die neuen Probleme sorgen dafür, dass meine ganze Erfahrung mit Frostpunk nicht anwendbar ist. Das Ressourcen-Management ist einfacher als im Winter, dafür sind die Arbeiter launischer und wollen beispielsweise eine Gewerkschaft gründen und streiken sehr gerne.

Wer Spaß an Herausforderungen hat und sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt, wird mit The Last Autumn glücklich. Es gibt sehr viele mögliche Wege, um das Spiel zu bestreiten und jeder Rückschlag heißt lediglich, dass man einen fehlerhaften Weg ausgemerzt hat. Meine eigene Motivation besteht beispielsweise darin, die vierte Bauphase zu schaffen und das Ergebnis der Arbeit zu sehen.

Artikelbild und Screenshots: 11 bit Studios

Über Lukas Kochniss

Ich verbringe viele Stunden zockend am PC. Aus dem reinen Spielen entstand mit der Zeit auch eine Leidenschaft über das Gespielte zu schreiben und so habe ich mit Chris zusammen int.ent news gestartet. Ich bevorzuge CoOp Spiele und klassische RPGs mit guter Story. Multiplayer wie CS:GO mag ich dagegen weniger.

Kommentar verfassen