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Review: The Wizards – Enhanced Edition (PlayStation VR)

Ihr wolltet schon immer mal mit Blitzen um euch schießen wie der Imperator? Oder Feuerbälle erschaffen, die selbst den Balrog aus den Minen Morias erstaunen lassen würden? In The Wizards VR lernt ihr verschiedene Zaubersprüche und kämpft euch durch eine magische Welt. Ob der Gandalf-Simulator euch verzaubern kann, lest ihr hier im Test. 

Verzauberung im Ohr 

Orks, Trolle und Dämonenbeschwörer haben die Welt überrannt und verbreiten nun Chaos. Eine willkommene Gelegenheit für den Zauberei-Lehrling, um in die Geheimnisse der Magie eingeweiht zu werden. Gleich zu Beginn des Spiels befindet man sich im Sanctum, einer Art Tranings-Areal, in das die Reise immer wieder zurückführt, um neue Zaubersprüche zu lernen und zu trainieren. Dabei werden Zauberei-Lehrlinge von dem alten Meister-Magier persönlich empfangen – er ist das gesamte Spiel über als Stimme im Kopf dabei. Dabei gibt er nicht nur Tipps, was als nächstes zu tun ist, sondern erheitert das Spielerlebnis auch mit dem einen oder anderen Witz. Hieran lässt sich schon erkennen, dass sich The Wizards nicht allzu ernst nimmt. Und das ist auch gut so, schließlich bietet die Story nicht mehr und nicht weniger als einen Aufhänger, um sich auf eine Reise durch die Magiewelt zu begeben

Wer länger einrichtet, wird belohnt 

The Wizards VR bietet einige Einstellungsmöglichkeiten, um ein gutes VR-Erlebnis zu ermöglichen. Gespielt wird mit den Move-Controllern. Unter anderem können Adepten im Sitzen oder im Stehen zaubern. Leider kann es zu Anfang trotzdem recht frustrierend sein, die perfekte Einstellung zu finden. Und auch danach gestalten sich einige Spielelemente als hakelig. Hat man beispielsweise die perfekte Einrichtung von Höhe und Kamera für Hand- und Körperhaltung gefunden, kann das Aufheben und Einstecken eines Quest-Gegenstandes einen plötzlich dazu zwingen, kurzzeitig erneut die Position zu ändern. Das hätte besser gemacht werden können.

Dem gegenüber steht eine hervorragende Bewegungssteuerung. Als Zauberneuling lässt es sich frei bewegen oder teleportieren – oder beides kombinieren. Gerade die gemischte Steuerung funktioniert hervorragend, ohne Motion Sickness auszulösen. Das hat bis jetzt selten so gut geklappt wie bei The Wizards und sorgt für eine hervorragende Immersion.

Atmosphärische Zauberei 

Ist erstmal alles eingerichtet, geht es in ein kleines Zaubereizimmer, von dem die Zauberer die einzelnen Level betreten, Zauber verbessern oder Karten ausrüsten, die Gegner schwächer oder den Zauberer stärker machen. Diese Rollenspielelemente sorgen für einen gewissen Wiederspielwert der einzelnen Level, da sich Steine zum Aufleveln der Zauber oder die Karten erst durch das Suchen und Lösen von Rätseln verdienen lassen. Im Kern ist The Wizards fast schon ein Shooter, da hier viel mit Feuerbällen und Blitzen hantiert wird. Das Erlernen und Anwenden der Zaubersprüche macht dabei sehr großen Spaß. Der Effekt der Karten ist durchaus zu merken, verändert das Spielgefühl aber nicht großartig. So ist deren Suche wohl eher für Sammler interessant.

Die Levels sind durchaus offen und hübsch gestaltet. Zauberlehrlinge betreten eine Burg, durchqueren eine Miene oder kämpfen sich durch Sandwüsten. Technisch wirkt das Spiel auch auf der PS4 hervorragend. Mit den richtigen Kopfhörern schafft die Hintergrundmusik eine tolle Atmosphäre, die durch die saubere Grafik wunderbar gestützt wird.

Je nach Schwierigkeitsgrad können die Gegner am Anfang durchaus bedrohlich wirken. Leider beschränkt sich deren Auftreten auf drei bis vier Arten, die immer wieder auftreten. Hier hätte etwas mehr Abwechslung dem Spiel gutgetan. Von den sechs Zaubern, die man im Spielverlauf lernt, werden einige bereits nach dem ersten Aufleveln sehr mächtig. Warum statt Orks und Trollen nicht mehr Gegner, die gegen bestimmte Elementarzauber immun sind? Dazwischen konfrontiert das Spiel den Nachwuchsmagier immer mal mit kleinen Rätseln, die jedoch meist leicht und schnell zu lösen sind. Zu den Highlights zählen einige Bosskämpfe gegen große Gegner. Hier wird das Spiel etwas herausfordernder und verlangt dem Zauberer einiges an Geschick ab. Ist die Story durchgespielt, kann im Arenamodus weiter gekämpft werden. Hier spielt man gegen eine endlose Menge an Gegnern um den besten Highscore in Online-Ranglisten.

Fazit zu The Wizards

Insgesamt macht The Wizards auf der PlayStation 4 eine gute Figur. Hat man erstmal die nicht ganz optimale Einrichtung der Position eurer Spielfigur erfolgreich hinter sich gebracht, bietet das Spiel einen spaßigen Trip durch eine hübsch gestaltete Welt. Wer The Mage’s Tale mochte oder mal einen etwas anderen VR-Shooter spielen möchte, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Wer eine gute Story oder fordernde Rätsel erwartet, wird hier allerdings enttäuscht werden. Dabei ist die Story je nach Spielweise in ordentlichen fünf bis sieben Stunden durchgespielt. Nicht zu kurz für ein VR-Spiel und gerade so lang, dass die sich wiederholenden Gegnertypen und Prinzipien des Spiels nicht anfangen, langweilig zu werden. Wer alles sammeln und sich noch ein bisschen im Arenamodus austoben will, kann locker die doppelte Spielzeit erreichen.

The Wizards ist in der Enhanced Edition seit dem 12.03.2019 für die Playstation 4 erhältlich.

Getestet wurde auf der Playstation 4 Pro mit einem von PR Outreach zur Verfügung gestellten Key. 

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Über Jan Drescher

Hi, ich bin Jan und studiere momentan Russisch und Schwedisch. Schreiben ist seit meiner Kindheit meine große Leidenschaft. Während sich das sonst eher im Verfassen von Romanen äußert, gehe ich an dieser Stelle meinem Videospiel-Enthusiasmus nach und schreibe zusammen mit Chris, Lukas und Maik über Gaming-relevante Themen.

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