Review: God of War

Review: God of War

Nach fünf Jahren schwingt Kratos wieder die Fäuste. Mit dem neuen God of War haben Santa Monica Studio eine neue Ära für den zornigen Spartaner eingeleitet, denn nun schlachtet Kratos sich nicht mehr durch den Olymp, sondern ist in der nordischen Mythologie unterwegs. Aber er ist nicht allein, denn nun muss Kratos sich nicht nur gegen Monster beweisen, sondern auch noch als Vater.

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Ein trauriger Anlass

God of War beginnt mit dem Tod von Kratos Frau, der Mutter seines Sohns Atreus. Zum Errichten eines Scheiterhaufens sollen die beiden Bäume fällen. Die Stimmung ist bedrückend, beiden Charakteren ist die Trauer anzusehen. Kratos und seinem Sohn folgt durchgehend die Kamera, so dass der Spieler das Gefühl bekommt, immer direkt neben den beiden zu stehen.

Nachdem die Mutter auf den Scheiterhaufen beigesetzt wurde, begeben sich Kratos und sein Spross auf die Jagd. Aber die Jagd ist nur ein Vorwand, um zu sehen, ob Atreus schon bereit ist für seine Aufgabe. Immerhin haben die beiden der Verstorbenen versprochen, ihre Asche auf den Gipfel des höchsten Berges zu verstreuen. Aber die Reise birgt Gefahren. Auf der Jagd begegnen Vater und Sohn immer wieder Monster, wie etwa einen großen Oger. Doch als Atreus in Rage fällt, weiß Kratos, dass er noch nicht bereit ist.

Kurz darauf klopft es an der Tür, ein Fremder kämpft mit Kratos. Er scheint auf der Suche nach Atreus und ihm zu sein. Es handelt sich um einen überaus starken Widersacher. Kratos und Atreus bleibt nur noch die Reise an zu treten.

god of war screenshot 01Review: God of War

Mit Axt, Schild und Eis

Kratos hat seine beiden legendären Chaos-Klingen abgelegt und dafür von seiner Frau eine Axt und einen Schild bekommen. Die Axt kann Gegner und Objekte einfrieren und zudem fliegt sie, ähnlich wie Thors Hammer Mjölnir, von alleine in Kratos Hand zurück, wenn er sie wirft. Das Werfen und Zurückrufen der Axt ist ein extrem befriedigendes Gefühl, da die Animation mit der Vibration und Ton-Ausgabe des Controllers dem Spieler das Gefühl verleiht, wirklich diese mächtige Axt in den Händen zu halten.

Das Kampfsystem ist in Gegensatz zu den vorherigen God of War-Spielen etwas langsamer. Das heißt aber nicht, dass es langweilig ist. Selbst als Gott des Krieges hat der Spieler immer mit Gegnern zu tun, die die volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Fast alle Gegner sind fordernd, es sei denn, ihr Level ist zu niedrig. Durch das Kombinieren von schweren und schnellen Axt-Angriffen, Axt-Würfen, Angriffe mit dem Schild oder den Fäusten sowie der Spartaner-Wut, bietet God of War eine breite Auswahl an Kampfmöglichkeiten.

Durch der stets Kratos folgenden Kamera, bekommen Spieler das Gefühl, mitten im Kampf beteiligt zu sein, was das Gameplay noch intensiver macht. Neben Kratos kann der Spieler auch Atreus steuern und ihn mit Bogen-Angriffe die Gegner ablenken lassen. Zudem kann Atreus Skills lernen, wie etwa die Gegner fest zu halten oder sie hinfallen zu lassen. Zusammen mit der brachialen Kraft von Kratos ergibt das Kampfsystem eine wahrhafte Sinphonie des Kämpfens. Zu den Executions sei gesagt, dass diese sich zwar immer wiederholen, aber so intensiv sind, dass man sie sich gerne mehrmals anschaut.

Review: God of War

Midgard

Die neue Open World in God of War erlaubt es dem Spieler, vieles zu erkunden. Schätze wollen gefunden werden und Monster besiegt. Es gibt viele kleine Nebenquests, die wertvolle Belohnungen versprechen. Mit laufendem Spielgeschehen gesellt sich zu Kratos und Atreus der Kopf des schlauesten Menschen, Mimir. Dieser erklärt auf Streifzügen durch die Welt alles mögliche. Das ist teilweise so interessant, dass ich einfach stehen geblieben bin und zugehört habe. Neben Midgard, der Welt der Menschen, können das Vater-Sohn-Duo aber auch in andere der insgesamt neun Welten der nordischen Mythologie reisen und diese erkunden. Zum einen geschieht das durch die Story, zum anderen müssen Kratos und Atreus Fragmente aus der jeweiligen Welt sammeln, um diese zu betreten.

Eines haben alle Welten gemeinsam: Sie sehen beeindruckend gut aus. Ob das eisige Helheim, das schöne Alfheim, das feurige Muspelheim oder das neblige Nilfheim, alle sind bis oben hin mit Details und wunderschöner Optik ausgestattet. Dazu laufen die Animationen immer flüssig und Kratos und Atreus Gesichtsbewegungen sowie die der anderen Charaktere sehen sehr realistisch aus. In Kratos Gesicht kann man sogar die Poren zählen. Soundtrack und Grafik verleihen den verschiedenen Welten und der Story das Gefühl wirklich eine epische Reise anzutreten.

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Rüstung, Valkyren und Raben

In den vielen Welten von God of War sind etliche Sammelobjekte wie Trinkhörner oder Spielzeuge versteckt, die man verkaufen kann. Sehr prominent sind aber die Augen Odins. Dies sind geisterhafte Raben, die Kratos durch einen Axtwurf zur Strecke bringt. All diese Collectibles sind nachvollziehbar versteckt oder nicht ganz so leicht zu treffen.

Rätsel sind meist durch simple Axtwürfe zur richtigen Zeit lösbar und stellen somit nur Zielübungen dar. Die Truhen beinhalten meist wertvolle Ressourcen, die Kratos in Ausrüstung schmieden kann. Dadurch erhält God of War ein RPG-Element, welchem dem Spiel aber nur oberflächlich Tiefe verleiht, da die Ausrüstung eher nebensächlich ist. Der Spieler wählt einfach nach seiner Präferenz die für ihn passende Rüstung. Meistens gibt es diese zu kaufen, die besten bekommt man natürlich durch Quests oder das Besiegen von Gegnern.

Die stärksten Gegner sind in God of War mit Abstand die Valkyren, ihrerseits Leibwache von Odin und Sammler tapferer Seelen. Weiter sind die Valkyren, so genannte erbitterte Kriegerinnen, und machen selbst dem Kriegsgott ganz schön zu schaffen. Denn die Valkyren gehören zu den Extras von God of War und jede einzelne der neun stellt einen Boss-Gegner für sich da. Wer diese geflügelten Damen jedoch in die Knie zwingt, bekommt sehr seltenen und nützlichen Loot.

Fazit zu God of War

God of War fühlt sich nicht wirklich an wie ein Neustart der Serie, sondern die erwachsene Version seiner Vorgänger. Dem wilden Schlachten von früher folgte nun ein ruhigerer, gereifter Ton in der Story. Die Story hat mich durchgehend gefesselt und auch oft überrascht. Die Charaktere reifen während ihrer Reise immer weiter und verstärken ihre Vater-Sohn-Bindung, mit Höhen und Tiefen.

Die Kämpfe sind zwar nicht mehr so schnell wie früher, bieten dennoch sehr viel Anspruch und Tiefgang. Auch nach Beenden der Story war ich immer noch dabei die riesigen Welten zu erkunden und alle Raben und Valkyren zu töten und das letzte Bisschen aus dem Spiel heraus zu kitzeln. Für mich ist God of War schon jetzt eines der besten Spiele der letzten Jahre.

Story - 100%
Grafik - 100%
Musik - 100%
Kämpfe - 100%
Welten und Geheimnisse - 100%

100%

Göttlich

God of War fühlt sich nicht wirklich an wie ein Neustart der Serie, sondern die erwachsene Version seiner Vorgänger. Dem wilden schlachten von früher folgte nun ein ruhigerer gereifter Ton in der Story. Die Story hat mich durchgehend gefesselt und auch oft überrascht. Die Charaktere reifen während ihrer Reise immer weiter und verstärken ihre Vater-Sohn Bindung, mit Höhen und Tiefen. Die Kämpfe sind zwar nicht mehr so schnell wie früher, bietet dennoch sehr viel Anspruch und Tiefgang. Auch nach Beenden der Story war ich immer noch dabei die riesigen Welten zu erkunden und alle Raben und Valkyren zu töten und das letzte bisschen aus dem Spiel heraus zu kitzeln. Für mich eines der besten Spiele der letzten Jahre. 

Über Maik Gasse

Hi mein Name ist Maik, zur Zeit Maschinenbau Student in Köln Als leidenschaftlicher Zocker und gelegentlicher Hobby-Schreiber verfasse ich hier auf in-ent.de zusammen mit Chris und Lukas Gaming-relevante Artikel.

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