Pillars of Eternity 2: Deadfire - Obsidian bringt Sequel mit neuen Spielmechaniken

Preview: Pillars of Eternity II: Deadfire

In Pillars of Eternity II: Deadfire heißt es Segel setzen und Anker lichten, denn mit einem eigenen Schiff lässt sich das Meer der Deadfire-Inseln bereisen. Spieler kehren in Deadfire zurück nach Eora und haben eine Vielzahl von Entscheidungen zu fällen. Nicht nur ihr eigenes Schicksal und das ihrer Crewmitglieder, sondern das Schicksal der ganzen Welt. Dazu haben wir eine Preview-Version von Obsidian Entertainmant bekommen, in der wir verschiedene Spielsysteme, wie das Segeln, Kämpfen und Managen eines Schiffes ausprobieren konnten. Die gezeigten Inhalte sind etwa aus der Mitte des Spiels und starten in der Stadt von Tikawara.

Yo-ho, yo-ho, wir segeln mit uns’rer Crew über das Meer von Deadfire

Den Protagonisten aus Pillars of Eternity II verschlägt es samt Schiff und Crew auf die Inseln von Deadfire. Doch kann das eigene Schiff-Management mehr, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Klar, zunächst einmal ist der Kahn dazu geeignet sich von A nach B zu bewegen, was auch nicht selten im Spielverlauf geschieht. Spieler können ihr Schiff per Mausklick steuern und es über die Landkarte schicken. Im Alpha Build von Deadfire ließ sich dies auch wunderbar realisieren. Darüber hinaus können Spieler aber auch ihr Schiff an und unter Deck erkunden, sich mit der Crew unterhalten und das Schiff komplett managen, als wäre es ihr Hauptquartier oder Lager.

Von Rationen, Rohstoffen und moralischen Werten

Um das Schiff muss sich der Spieler also regelrecht kümmern. Neben dem Kapitän und einer Crew benötigt das Reisegefährt auch Rationen in Form von Nahrung und Wasser und sonstigen Rohstoffen. Wer also nur trockenes Brot anbietet, der wird bald erfahren, dass sich dies nicht unbedingt positiv auf die Moral auswirkt. Apropos Moral, Spieler bekommen im Spielverlauf auch neue Crewmitglieder, die sie anheuern können. Von einem Koch ganz zu schweigen, der nicht nur leckere Mahlzeiten auf den Tisch zaubert, sondern auch die Moral der anderen Crewmitglieder steigert. Das Management-System ist durchaus schön gemacht und erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl in puncto strategisches und planerisches Denken.

Die Steuerung über die Weltkarte erfolgt an sich per Mausklick. Die Zeit außerhalb des Schiffes geht übrigens deutlich schneller vorbei, als wenn sich der Protagonist mit seiner Gruppe an Land bewegt, denn der Tag- und Nachtwechsel sowie der Verbrauch der Rationen geht schnell von statten. Aber auch an Deck kann sich der Protagonist bewegen und sich mit seinen Crewmitgliedern unterhalten. Entsprechend ist es nicht unbedingt schwer sich den Umgang mit dem Schiff zu erlernen und die Mechaniken im Umgang zu beherrschen. Natürlich macht auch hier der zuvor gewählte Schwierigkeitsgrad und das Management des Schiffes die Musik.

Zeit für taktische Tiefe, Angriffe auszuführen oder sich neu zu positionieren

Das Kampfsystem in Deadfire ähnelt seinen vorangehenden Spielen stark. Immer wieder, wenn es durch den ein oder anderen Dungeon geht, geht es bei einem Start des Kampfes automatisch in den Pause-Modus, der der Party erstmal Zeit zum Durchatmen gibt. Die Charaktere lassen sich entsprechend taktisch positionieren, um ihre Stärken im Kampf zu nutzen. Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Aktionsphasen, bis ein Charakter angreift, jedoch etwas länger und gibt dem Spiel strategische Tiefe, sich neu zu positionieren, seinen Angriff oder auch Fähigkeiten und Zauber zu überdenken und erneut auszuführen.

Im Gegensatz zu anderen Spielen, wo vier oder sechs Charaktere die Gruppe formen, gibt es in Deadfire fünf aktive Party-Charaktere. Eine Reihe an Charakteren kann der Spieler im Spielverlauf rekrutieren, doch um in der Gruppe mitzuwirken, stellt der Spieler die Gruppe vor der Anreise an einem Hafen zusammen. Außerdem hat jedes Partymitglied unterschiedliche Rollen, die er erfüllt: Priester, Schwertkämpfer, Magier oder Dieb – auch eine Kombination aus zweierlei Klassen ist bei der Charaktererstellung möglich. Im Kampfgeschehen können Spieler via Mouse Over auch sehen, welche Stärken und Schwächen der jeweilige Gegner hat. Dies zeigt ein Fenster an, sobald er auf den Gegner klickt. Dabei kann es manchmal ganz hilfreich sein, seinen Gegner umzuwerfen oder auch brennen zu lassen. Genau das gewährt einem zusätzlich nochmals taktische Tiefe, um zu gucken, was der Charakter nun wann einsetzen kann.

Wenn ein Charakter stirbt, ist das zunächst einmal weniger tragisch. Nach einem erfolgreichen Kampf steht dieser zwar auf, hat aber einen Malus auf sich, der ihn schwächt und ihn ein leichteres Ziel im nächsten Kampf macht. Dies hat definitiv auch spürbare Konsequenzen, da er je nach Todeshäufigkeit einen immer stärkeren Malus bekommt und dadurch immer schwächer wird.

Ein erstes Fazit zum Alpha Build von Deadfire

Die Spielsysteme, das Gameplay und all ihre Inhalten wirken schon sehr rund und ineinandergreifend. Es macht Spaß sich mit seinem Schiff auseinanderzusetzen und die Crew zu managen und sich den Deadfire-Inseln hinzugeben. Darüber hinaus macht auch das Kampfsystem Lust auf mehr davon. Bis der Spieler sich darin eingefunden hat, bedarf es zwar etwas Zeit, aber es hat definitiv Potenzial. Dass die Entwickler abseits von Pillars of Eternity und Tyranny an dem Kampfsystem gefeilt haben, merkt man deutlich – und das zum positiven. Somit lässt sich gut und gewissenhaft auf Pillars of Eternity II: Deadfire warten.

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Pillars of Eternity II: Deadfire erscheint am 3. April 2018 für PC. Außerdem ist eine Version für Xbox One, PlayStation 4 und Nintendo Switch im Lauf des Jahres geplant.

Artikelbild & Screenshots (Alpha Build): Obsidian Entertainment/Versus Evil

Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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