Review: Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr – Early Access

Nachdem wir bereits drei Jahre in Folge zur gamescom über Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr von Neocore Games berichten konnten, gibt es jetzt eine Early Access Version des Spiels. Wir haben geschaut, was Inquisitor Martyr kann.

Charakter- und Klassenauswahl

In der Early Access-Version zu Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr lassen sich derzeit zwei Charaktere spielen: den Crusader und die Assassinin. Beide Charaktere haben drei spielbare Klassen. Zudem ist bekannt, dass die Spieler neben Crusader und Assassinin in die Rolle des Psyker schlüpfen können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Psyker aber noch nicht freigeschaltet.

Die zwei Charaktere und ihre drei Klassen in der Charaktererstellung

Waffenfähigkeiten statt Charakterfähigkeiten

Der Protagonist an sich bringt nur seinen eigenen Skillbaum und die Fähigkeit gewisse klassenspezifische oder charakterspezifische Gegenstände auszurüsten mit. Stattdessen bestimmen die Waffen, welche Angriffsfertigkeiten er hat.  Ein Zweihandschwert hat beispielsweise auf der linken Maustaste einen leichten Schlag von oben und auf der rechten Maustaste einen leichten seitlichen Schlag. Die Tasten 1 und 2 auf der Tastatur sind die äquivalenten schweren Schläge zu den Maustasten. Bei Schild und Einhandschwert dagegen bringen beide Gegenstände jeweils einen einfachen und schweren Angriff mit. Taste 3 auf der Tastatur wird durch einen Schild- oder Granatenmod bestimmt und die letzte Fähigkeit auf der Taste 4 bestimmt die Rüstung.

Da der Spieler zwei Waffensets mitnehmen kann, hat sein Charakter  eine gute Auswahl an Fähigkeiten für seine Missionen. Nach einigen Runden mit Schild, Kettenschwert, Granaten und Raketen, hat mir persönlich die Spielweise mit dem Langschwert, der Schildmod und  dem Jetpack zugesagt.

Inventar: Finden, verkaufen, craften

Während der Missionen findet der Spieler neue Gegenstände, die er zwischen den Aufträgen ausrüsten, verkaufen oder auseinanderbauen kann.

Die Crafting-Komponente von Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr  ist sehr interessant aufgebaut. Ähnlich zu Crafting in anderen Spielen, kann man nicht genutzte Gegenstände zerlegen und somit Ressourcen erhalten. Weitere Ressourcen findet der Protagonist während der Missionen. Wenn der Spieler eine neue Waffe oder einen neuen Ausrüstungsgegenstand herstellen möchte, muss er diesen in Auftrag geben und es dauert viele Minuten bis Stunden, bis der Auftrag erfüllt ist. Das erste Schild, das ich während des Reviews in Auftrag gegeben habe, hat beispielsweise über 40 Minuten benötigt.

Für meinen Geschmack dauert das eindeutig zu lange, da sich das Spiel dadurch für intensives zocken nicht anbietet. Die Wahrscheinlichkeit dessen, dass ein Gegenstand, den man vor fast einer Stunde in Auftrag gegeben hat, immer noch so gut ist, wie einer, den man in einer bis dahin laufenden Mission gefunden hat, ist sicherlich sehr gering. Dadurch ähnelt es vor allem an Mobile Games, wo es auch immer ewig dauert, um einen fertigen Gegenstand nutzen zu können.

Gameplay

Die Steuerung des Charakters geschieht ausschließlich über die Maus. Die Angriffe und Fähigkeiten befinden sich auf den beiden Maustasten und den Tasten 1 bis 4. Zudem gibt es weitere Tasten für Heiltränke und, um sich zu ducken. Der Heiltrank liegt auf der Taste 0, was eine schnelle Benutzung erschwert. Da man aber die Tastaturbelegung frei ändern kann, steht einer Anpassung nichts im Weg.

Wenn man andere Hack & Slay-Spiele gewohnt ist, kommen einem die Bewegungen des Crusaders als schwerfällig und langsam vor. Dadurch dehnt sich gefühlt das Spiel, obwohl die Missionen sehr kurz sind. Die Assassinin ist etwas flinker unterwegs, ist dafür aber auch bedeutend schlechter gepanzert. Hinter der langsamen Bewegung steckt also eine gewisse Logik. Für mich fühlt es sich trotzdem etwas zu langsam an.

Zusammenfassung

Die aktuelle Early Access Version von Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr zeigt Potenzial. Da es bisher die Story als Platzhalter gibt, lässt sich leider nicht viel zur Handlung erzählen. Zu meinen Spielzeiten habe ich auch trotz längerem Warten nie genug Leute für eine Koop-Mission zusammenstellen können, da dieses Feature entweder noch nicht sehr ausgiebig genutzt wird, oder die Spielerzahl noch zu gering ist. Die Crafting-Funktionen habe ich zum Großteil ignoriert, da die Blaupausen recht teuer sind und ich meist bessere Ausrüstung während der Missionen gefunden habe. Für ein Endgame kann ich mir vorstellen, dass einige Craftings relativ gut sind, aber mit wenigen Spielstunden und ohne echten Handlungsfaden bin ich noch lange nicht im Endgame angekommen.

Das Gameplay vom Crusader hat mir trotz der schwerfälligen Bewegung besser gefallen, als die Assassinin, da ich immensen Spaß hatte, in die Gegnergruppen zu springen und alles zu plätten. Die Assassinin hat mir in ihrer Fernkampf-Variante als Sniper auch Spaß gemacht, wobei die ersten Missionen bedeutend schwerer waren, da man kaum Gebietsschaden macht.

Anmerkung: Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr ist in einem sehr frühen Early Access-Zustand und es kann sich noch sehr viel ändern. Neben Bugs kann sich auch viel am Spielverhalten ändern. Entsprechend ist der Review eine Zeitaufnahme zwischen dem 04. September 2017 und 23. September 2017. Early AccessSpiele bekommen bei uns zudem keine Punkt-Bewertung, da noch zu viel Bewegung im Spiel ist.

Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr wurde am PC mit einem Steam Key von Neocore Games  getestet.

Artikelbild und Screenshots: Neocore Games

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Über Lukas Kochniss

Ich bin schon seit vielen Jahren begnadeter PC Spieler und habe ungezählte Stunden zockend verbracht. Irgendwann ist aus dem reinen zocken die Interesse entstanden auch über Games zu schreiben und daraus entstand KochnissCode. Nach etwa einem Jahr KochnissCode habe ich dann mit Chris zusammen int.ent news gestartet, um unsere Interessen und Schreibkraft zu bündeln.

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