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Review: Agents of Mayhem

Einmal Superheld sein – das kann sich wohl sicherlich der ein oder andere gut vorstellen. In Agents of Mayhem übernehmen Spieler die Rolle von zwölf Superhelden und kann diese auch noch jederzeit wechseln. Doch was ist, wenn die Superhelden in einem völlig überladen von Neonlichtern im Stile der 1990er Seoul in Südkorea gegen eine Organisation voller Bösewichte kämpfen und versuchen die Welt ein Stückchen besser zu machen?

Agents of Mayhem ist ein Open World-Action-Game von den Entwicklern Volition des Saints Row-Franchises. Die Agenten von Mayhem sind eine Organisation, die es in Seoul auf die bösen Machenschaften von Legion abgesehen haben. Diese versuchen schließlich die Weltherrschaft an sich zu reißen und es liegt an den Agenten diese zu unterbinden.

Ein Hauptquartier für die Agenten

Die Story von Agents of Mayhem wird auf drei unterschiedlichen Arten und Weisen erzählt. Zu allererst bekommt der Spieler die Story in einem Comic-Look erzählt, der sich bei den Hauptmissionen wiederholt. Außerdem gibt es zwischendurch Sequenzen, bei denen die Charaktere wie im Spiel selbst gezeigt wird. Zusätzlich gibt es auch eine Erzählweise, in der es dann doch klassische Cinematics gibt. Oftmals wirkt wie auch schon bei Saints Row der Humor sehr düster. So wird beispielsweise Marvels Iron Man auf die Schippe genommen, denn der Charakter Hollywood bekommt einen rot-goldenen Skin.

Die Agenten können in der futuristischen Version von Seoul allerlei Aufträge und Nebenmissionen annehmen, die sie im ARK-Hauptquartier finden. Da zu Beginn nur drei der Agenten zur Verfügung stehen, können Spieler hier Aufträge annehmen, um weitere Charaktere freizuschalten. Das ARK-Hauptquartier ist der Ort, an dem Spieler ihre Helden ausrüsten können. Außerdem können hier Agenten ihre Technologien, Blaupausen und Mayhem-Fertigkeiten entwickeln. Die Agentenaufträge sind dabei individuell an den jeweiligen Helden angepasst und es macht wirklich Spaß sie freizuschalten. Dennoch werden bereits hier einige Elemente sehr repetitiv, wie etwa die Legion-Basen, die es zu zerstören gilt. Gerade hier liegt das Problem von Agents of Mayhem, denn die generischen Level kommen sehr häufig und immer wiederholend vor.

Individualisierung der Charaktere und Übertreibungen

Bevor Spieler auf eine Mission gehen, können sie den Schwierigkeitsgrad einstellen, der von etwa 1 bis 15 geht. Je höher der Schwierigkeitsgrad eingestellt ist, desto besser sind entsprechend auch Erfahrungspunkte und Moneten. Bei einem Levelaufstieg können zwei Punkte in vier Fertigkeiten pro Agent investiert werden. Bis Stufe 10 lassen sich die Fertigkeiten aufwerten, sodass das Maximallevel der Agenten bei Level 40 liegt.

In der Welt laufen die Agenten recht frei herum. Mit kurzem Fortschritt müssen sie aber nicht alles zu Fuß erkunden, sondern können ein Auto im offenen Gameplay herbeirufen. Das Auto lässt für eine kurze Zeit auch Nitro zu, lässt sich recht erschwinglich fahren und hilft bei einigen Missionen dazu andere Vehikel von der Straße zu drängen und gleich explodieren zu lassen. Entsprechend ist das Effekt-Feuerwerk in vielerlei Hinsicht gegeben. Überall kracht und explodiert etwas, sobald es zerstört wird oder auch gefühlt nur einen Kratzer abbekommt.

Popcorn-Feuerwerk mit wechselbaren Charakteren

Der Spieler wählt bei jedem Einsatz, den sie im ARK annehmen drei von zwölf spielbaren Agenten aus. Diese lassen sich jederzeit im Open World- und Missions-Modus wechseln. Die zwölf Charaktere lassen sich in Kategorien einteilen: Die Bombshells, die Carnage a Trois, das Firing Squad und das Franchise Force. So gesehen steht dies für die Rüstungsdurchbrecher mit viel Ausdauer, die mit Schnellfeuerwaffen, die mit Distanzwaffen und die mit passiven Fähigkeiten. Während also der eine Agent mit einer Shotgun herumläuft, hat der nächste Agent einen kleinen Roboter dabei, der die Gegner zusätzlich angreift oder bewegungsunfähig macht. Jeder Agent hat zudem ein Schild, bevor die Angriffe auf seinen Lebensbalken gehen. Ist ein Held also kurz vor dem Sterben, ist es sinnvoll diesen gegen den nächsten Agenten auszutauschen. In der Zwischenzeit regeneriert sich der Schildbalken zwar, jedoch nicht der Lebensbalken.

Die Kämpfe sind unterschiedlich und doch sehr eintönig. Bei jedem neuen Gegner gibt es eine kurze Vorstellungsrunde in Form einer kleinen Zwischensequenz. Im Kampf gibt es zahlreiche Gegner, die es zu besiegen gilt. Dies sorgt nicht selten für Unübersichtlichkeit und Frustration während der Spieler eigentlich versucht ein Terminal zu hacken oder die Gebietskarte freizuschalten.

Fazit zu Agents of Mayhem

Wo Agents of Mayhem wirklich positiv überzeugen kann, ist ein Singleplayer-Game aus einem Helden-Shooter zu machen. Der Wechsel der Helden im Kampf und auch außerhalb macht die Konversation zwischen den dem ARK-Hauptquartier und den Helden an sich auch immer sehr amüsant. Der anpassbare Schwierigkeitsgrad macht zudem den Kampf mit den Helden nochmal ein Stückchen individueller für den Spieler, was durchaus überzeugt. Auch die Aufgaben und die Hintergrundgeschichte sind auf eine durchaus spaßige Weise erzählt, die überzeugen kann.

Agents of Mayhem hat aber trotzdem diese eine Schwäche, die wirklich auffällt: ein generisches Level Design. Dieses überzeugt nämlich gerade durch seine Wiederholungen in den Legion-Basen überhaupt nicht und kommt so häufig vor, dass man es nach mehreren Malen nicht mehr sehen kann. Die Übertreibungen und Spitzen gegenüber der modernen Popkultur hingegen muss man entweder mögen oder nicht. Schließlich sollte sich ein Spieler bewusst sein, womit er es zu tun hat, wenn er ein Spiel von Volition zulegt.

Getestet wurde Agents of Mayhem mit einer PlayStation 4-Kopie von Koch Media. Agents of Mayhem ist seit dem 15. August 2017 für Xbox One, PlayStation 4 und PC erhältlich.

Artikelbild & Screenshots: Volition/Deep Silver, Video: YouTube

Fazit zu Agents of Mayhem

Repetitives Gameplay und Level Design - 30%
Individuelle Agenten mit eigenen Fertigkeiten - 90%
Offene Spielwelt mit viel Spielfläche - 80%
Einstellbare Schwierigkeit und angepasste Belohnung - 70%
Volition nimmt moderne Popkultur auf die Schippe - 80%
Übertriebene Explosionen und Effekt-Feuerwerk - 50%

67%

Mäßig

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Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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