Review zu Game of Thrones: Episode 1 – Iron from Ice

Telltales Game of Thrones greift auf die HBO-Serie Game of Thrones und auf die Buchvorlage Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin zurück. Dabei bezieht sich der Entwickler auf die Geschehnisse der dritten Serienstaffel und setzt mit der Bluthochzeit ein. Im narrativen Stil erzählt Telltale Games die Geschichte vom Hause Forrester, einem Haus des Nordens und dessen Konflikte. Gelingt Telltale die Adaption des Buches und kann eine Alternativgeschichte in Westeros funktionieren?

Game of Thrones: A Telltale Games Series erzählt die Geschichte des Hauses Forresters, einem Adelshaus aus dem Norden von Westeros. Inmitten des Krieges der fünf Könige befindet sich das Haus in einer gefährlichen Situation zwischen den Königshäusern. Die Mitglieder des Hauses Forrester müssen also aufpassen, wem sie trauen und was sie tun, um nicht in ihren eigenen Untergang zu gelangen.

Typische Telltale-Geschichte mit Game of Thrones-Charakter

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Die Situation in der Welt der Forresters spitzt sich von Spielminute zu Spielminute zu. Als loyales Adelshaus der Stark-Familie aus Winterfell ist es nicht einfach nach den Geschehnissen der Bluthochzeit einen neuen Stand in der Welt zu finden. Spielbar sind unterschiedliche Charaktere der Forrester in der ersten Episode von Game of Thrones: Gared Tuttle, der angehende Knappe des Lord Forrester, Ethan Forrester, der drittgeborene Sohn des Lords und Mira Forrester, die älteste Tochter des Lords. Seit über 1.500 Jahren herrschen die Forresters über die Burg Ironrath, die im Ironwood gebaut wurde. Die Ironrath symbolisiert Stärke und Beständigkeit seit ihrem Erbau, da sie strategisch günstig gelegen ist gegen eine feindliche Übernahme.

Iron from Ice ist die erste von sechs Episoden für Game of Thrones. Ähnlich, wie eine TV-Serie erscheinen die Episoden des Adventures mit mehreren Wochen Unterschied voneinander, sodass der Spieler mit Cliffhangern pro Episode und einem späteren Klimax rechnen kann. Gerade das macht aber das Genre Adventure mit dem Entwickler Telltale Games so interessant und spannend, wodurch man Lust hat die Geschichte weiterhin zu verfolgen und auch in den nächste Episoden mehr über seine Charaktere zu erfahren.

Entscheidungen über Entscheidungen

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Wie bereits schon durch die Telltale-Serien The Walking Dead, The Wolf Among Us oder Borderlands bekannt, ist Game of Thrones entscheidungsabhängig. Jede Entscheidung, die der Spieler im Spielverlauf fällt, wirkt sich auf andere Charaktere, Geschehnisse und Konflikte aus. Gefühlt trifft man jede Minute mindestens eine storytragende Entscheidung, die sich andere Charaktere merken werden.

So soll man beispielsweise als Mira Forrester, die als Anhänger von Lady Margaery in Königsmund ist, Entscheidungen treffen, die zur Unterstützung von Ironrath gelten sollen. Margaery reagiert je nach Einfluss der vorherigen Entscheidungen auf das Angebot von Mira, die teilweise auch in Könflikt mit der Königin Regentin Cersei stehen. Wie sich Margaery letztendlich entscheidet, ist dementsprechend abhängig von verschiedenen Faktoren. Genauso, wie die Nachfrage bei König Joffrey beantwortet wird, bleibt unterschiedlich.

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Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach, denn sie müssen kurzfristig entschieden werden. Zur Auwahl stehen zumeist drei Möglichkeiten, die man einem NPC antworten kann, die jedoch nach bereits zehn Sekunden getroffen werden müssen, da ein Balken nebenher abläuft, bis eine Entscheidung gefällt wird. Sollte man allerdings nichts klicken, so enthält man sich aus der Diskussion mit seinem Gegenüber. Die wichtigsten Entscheidungen des Spiels können jedoch zeitunabhängig getroffen werden und sollten auch gut überlegt sein. So kann es jedoch hin und wieder dazu kommen, dass man eine Entscheidung auslässt – auch wenn ungewollt.

Bewegungseinschränkung und andere Kleinigkeiten

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Nach wenigen Spielminuten, die man mit Gared Tuttle in Frey’s Anwesen verbracht hat, sind die ersten Handlungen wenige Quick Time Events. Diese sind aber auch erstmal das Maximum der Bewegung innerhalb der Geschichte von Gared. Auch mit Ethan und Mira hat man während der Handlung des Spiels nur wenige Augenblicke, in denen man frei herumlaufen kann und zum Einen die Burghof von Ironrath erkunden oder das Burgzimmer in Königsmund von Mira selbst. Ansonsten ist im Laufe der Spielzeit wenig Eigeninitiative gegeben seinen Charakter selbst zu bewegen.

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Dennoch benötigt die Rahmenhandlung diese Bewegung auch nicht, um zu erläutern, worum es geht. Technisch fallen jedoch trotzdem hin und wieder einige Grafikblitzer auf, sodass beispielsweise ein Arm oder Bein durch Miras Kleid schaut. Ansonsten spielt sich der freie Bewegungsablauf trotzdem sehr intuitiv und flüssig ohne Bugs und Glitches ab. Ein frustfreies Spielen aus technischer Hinsicht ist also bedenkenlos möglich.

Fazit

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Das Niveau von Game of Thrones – Episode 1 Iron from Ice legt die Latte von Telltales Story-basierten Games zwar nicht höher, dafür macht sie aber mindestens genauso viel Spaß wie andere Spiele des Entwicklers. Gerade die Konflikte, die im Verlauf der ersten Episode entstanden sind, machen es interessant weiter zu spielen und die nächsten Episoden zu entdecken. Ob sich jedoch noch etwas an der Bewegungsarmut tun wird im Laufe der noch fünf folgenden Episoden ist bisher nicht sichtbar. Die Story wirkt dennoch umso fesselnder und die Freude auf Episode 2: The Lost Lords ist auf jeden Fall da.

Getestet wurde Telltales Game of Thrones von mir auf dem PC mit Xbox 360-Controller.

Artikelbild & Screenshots: Telltale Games, Video: YouTube

Starke Storyline - 100%
Charaktere sehr glaubwürdig - 100%
Optisch gewöhnungsbedürftig, da Comic-Charakter - 70%
Atmosphäre durch Sound & Design - 90%
Wenig Bewegungsfreiheit - 60%
Spannendes Warten auf nächste Episode - 100%

87%

Das Niveau von Game of Thrones - Episode 1 Iron from Ice legt die Latte von Telltales Story-basierten Games zwar nicht höher, dafür macht sie aber mindestens genauso viel Spaß wie andere Spiele des Entwicklers. Gerade die Konflikte, die im Verlauf der ersten Episode entstanden sind, machen es interessant weiter zu spielen und die nächsten Episoden zu entdecken.

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Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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