Review zu Destiny

In Destiny schlüpfen Spieler in die Rolle eines Hüters, der als letzter Überlebender der Menschheit das Sonnensystem vor den Feinden der Erde beschützen soll. Es gilt es nicht nur alles alleine zu bestreiten, sondern vor allem öffentlich miteinander und auch gegeneinander zu spielen. Dabei hat Bungie seine bekannten Shooter-Elemente in eine Onlinewelt integriert, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. Es gibt einige Dinge, die zum Start des SciFi-Shooters richtig gemacht werden und einige, die noch weiterentwickelt werden sollten.

Die Ruinen des Sonnensystems

Die Geschichte von Destiny spielt in unserem Sonnensystem in ferner Zukunft. Nach dem sogenannten Goldenen Zeitalter, wo die Ankunft des Reisenden die anderen Planeten mit Atmosphären, Wetterbedingungen und erdenähnlichen Überlebensmöglichkeiten bot. Die Erde selbst jedoch wurde zum Schauplatz des Feindes des Reisenden und hätte die Menschheit fast aussterben lassen.

Der Reisende ist ein riesiges, rundes Konstrukt, welches nachwievor über der Erde schwebt. Auf dem Reisenden erschufen die Rassen namens Menschen, Exos und Erwachten eine Stadt. Diese ist bis heute noch vorhanden und dient als Handelsposten und sichere Zone. Von hier aus werden aber auch Schlachten geschlagen, um die Erde und das restliche Sonnensystem vor seinen Feinden zu retten.

Tiefer in die Geschichte steigt man durch das Erledigen der Missionen und Aufgaben ein, in der vieles noch näher erläutert wird. Zusätzlich gilt es sogenannte Grimoire-Karten zu sammeln, die man beispielsweise beim Erledigen von Feinden, Sammeln von Gegenständen oder Töten von Bossgegnern erhält. Durch die Kombination aus den Grimoire-Karten und der Storyline soll daraufhin die fortlaufende Geschichte von Destiny erzählt werden.

Mit der Story an sich wird man jedoch nicht richtig warm, auch wenn sie mit Top-Besetzung, guter Synchronisation und einer gewissen Tiefe bestückt ist. Bisher hat Destiny vier Gebiete freigeschaltet: Erde, Mond, Venus und Mars. Weitere sollten aber wohl im Laufe der Zeit noch nachgereicht werden.

Quests, Leveln und Charakterwahl

Vor Start von Destiny sollen sich Spieler einen Charakter aussuchen. Die Wahl liegt dabei zwischen dem magischen Warlock, dem scharfsinnigen Hunter oder dem standhaften Titan. Spielerisch machen alle drei Klassen jedoch kaum Unterschiede. Erst im PvP-System wird deutlich, welche Unterschiede ein Warlock gegenüber einem Titan hat, wo es definitive Probleme noch beim Balancing gibt. Bei der Charaktererstellung gibt es äußerliche Veränderungen, die der Spieler machen kann. Dabei unterscheidet Bungie zwischen dem Geschlecht, der Rasse und verschiedenen Anpassungsmöglichkeiten.

Das Levelcap von Destiny liegt bei Stufe 20. Sobald Spieler diese Stufe erreicht haben, können sie durch entsprechende Licht-Ausrüstungsgegenstände weitere Stufen aufsteigen, jedoch nicht mehr durchs reine Aufgabenlösen oder Missionen absolvieren. Dieses Levelcap ist allerdings auch schnell erreicht, indem man strikt durch die Storyline marschiert und nebenbei einige Erforschungsgebiete aufdeckt. Das Spiel ist somit definitiv einsteigerfreundlich, bietet aber auch gekonnten Spieler eine Abwechslung. Diese Abwechslung fällt aber schwerer ins Gewicht, wenn man einfach nur normale Missionen neben der Storyline macht. Diese werden sich nämlich von typischen MMO-Quests nicht wirklich unterscheiden, bis auf wenige Event-Ausnahmen, die an bestimmten Punkten auf der jeweiligen Spielszenerie auftauchen.

Endgame-Content

Sobald Spieler die Stufe 20 erreicht haben, gibt es verschiedene Dinge, die man noch tun kann und davon nicht gerade wenige. Neben der Möglichkeit sich dem PvP zu widmen, kann man Rüstungen sammeln, Strikes erledigen und sich weiter ausrüsten. Wie bereits erwähnt, gibt es eine Licht-Rüstung, die man sich durch die Strikes verdienen kann. Diese sind mit bis zu fünf Freunden in der PSN- oder Xbox-Liste zu erledigen und bieten kaum Abwechslung zum sonstigen Erforschen und Erkunden der Planetenwelten. Dabei gilt es zumeist einen Bossgegner zu besiegen, der etliche Gegnerwellen bei sich hat und einen enormen Haushalt an Lebenspunkten.

Die Gegnertypen sind dabei jedoch relativ clever und intelligent gestaltet, sodass sie auch öftermals ein Schild benutzen, in Deckung gehen oder versuchen sich unsichtbar auf einen zuzubewegen. Nichtsdestotrotz machen Gegner aber aus der Entfernung nicht viel, wenn man sie mit einem Scharfschützengewehr abschießen sollte. Diese lassen den Schuss einfach blindlings liegen und gehen ihren üblichen Geschäften nach.

Technisch sehr anspruchsvoll

Die Shooter-Elemente, die Bungie mit seiner Engine eingebaut hat, sind hervorragend. Auch optisch kann sich Destiny von vielen anderen Spielen abheben und sieht zumindest auf der PlayStation 4-Version prachtvoll aus. Die Areale sind unterschiedlich gestaltet und großzügig fürs Auge gemacht. Die Controller-Action wirkt reibungslos und zeigt auch seine positiven Seiten von Destiny. Entsprechend lassen sich die Waffentypen und die Präzision, die man aus dem Controller holen kann, kaum verbessern. Destiny braucht nicht das Rad neu zu erfinden, um ein guter Shooter zu sein – denn das ist er bereits durch die Steuerungmechanik

Fazit

Destiny ist bis jetzt ein guter Start gelungen, welches viele positive Eindrücke hinterlässt. Dennoch hat der Shooter Ecken und Kanten, die nicht durch die Technik alleine optimal gemacht werden. Ich habe das Spiel auf der PlayStation 4 getestet und bin auch von dem Feedback des Controllers und der Konsole begeistert. Das PlayStation Network stürzte bisher noch nicht ab und die Verbindung zum Spiel blieb stetig bestehen, sobald es da war. So flüssig sich Destiny auch spielt, desto weniger Inhalt hat es bisher in sich. Auch wenn Content Updates geplant sind, ist der Start bisher noch etwas schnell durchgespielt. Es lohnt sich relativ schnell einen zweiten und dritten Charakter anzulegen und die Charakterklassen auszuprobieren.

Destiny erhält dennoch eine durchweg positive Wertung von mir, da es mir nach einer Woche immer noch Riesenspaß macht und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Die Langzeitmotivation wird sich allerdings erst in wenigen Wochen zeigen. Bisher hat Destiny aber vieles richtig gemacht. In meinen Augen ist lediglich der Preis für den zusätzlichen Inhalt von PlayStation Plus oder einem Xbox Live Gold-Abonements auf lange Zeit zu teuer. Das finde ich ein wenig schade.

Technik & Optik - 100%
Umfang - 60%
Storyline - 60%
Idee & Konzept - 90%
Endgame - 50%
Synchronisation & Besetzung - 90%

75%

Destiny ist bis jetzt ein guter Start gelungen, welches viele positive Eindrücke hinterlässt. Dennoch hat der Shooter Ecken und Kanten, die nicht durch die Technik alleine optimal gemacht werden.

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Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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