Life Is Strange

Life Is Strange: Die Entscheidung liegt beim Spieler

In Life Is Strange von Dontnod Entertainment und Square Enix übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Zeit.

In dem episodischen Adventure von Remember Me-Entwickler Dontnod Entertainment geht es darum Entscheidungen bewusst ändern zu können. Jede Entscheidung, die der Spieler für die Protagonistin Max fällt, soll bereits Auswirkungen auf den Verlauf der nachfolgendenen Handlungen haben. Dennoch hat der Spieler die Möglichkeit vergangene Entscheidungen wieder rückgängig zu machen. Life Is Strange soll für Xbox One, Xbox 360, PlayStation 3, PlayStation 4 und PC erscheinen.

LifeIsStrange_Screen_MaxandChloe_CarLife Is Strange spielt in einem fiktiven Ort namens Arcadia Bay in Oregon. Nach fünfjähriger Abwesenheit kehrt die Schülerin Max Caulfield wieder zurück in die Stadt und zu ihrer Freundin Chloe. Max kehrt dabei mit einer neuen Fertigkeit die Zeit umkehren zu können in die Stadt zurück. Besonders nützlich wird diese Fertigkeit von Max, wenn der Spieler Entscheidungen getroffen hat, die Max aus einer Situation nicht heraushelfen oder eine bestimmte Entscheidung dem Spieler nicht gefällt.

Ein Beispiel für eine solche Entscheidung ist, wenn sich der Spieler dazu entscheidet Musik auf die Ohren zu machen, wenn Chloe Max in dem Moment eine Frage stellt oder der Spieler sich zuerst entscheidet Chloes Zimmer zu durchwühlen. Normalerweise sind solche Erfahrungen in Spielen weniger von Konsequenzen betroffen – wäre da nicht Chloe, die als emotionales Wrack dargestellt werden würde. So fressen Chloe innerlich vergangene Erfahrungen auf, wie beispielsweise die Trauer um ihren lange verstorbenen Vater und die Entscheidung, dass Max vor fünf Jahren weggezogen ist. Entsprechend sei es weniger ratsam direkt in ihren Sachen herumzuwühlen und sich aus ihren Angelegenheiten fürs Erste herauszuhalten. Auf der anderen Seite könnte es aber auch ratsam sein genau diese Entscheidung zu treffen, da man so mehr über Chloe erfährt. Man erfährt, wie es ihr in der Situation mit ihrem paranoiden Stiefvater geht und mehr über ihre Drogenabhängigkeit.

LifeIsStrange_Screen_Chloe_gunAnders gibt es auch umgebungstechnische Konsequenzen, wenn Gegenstände liegen gelassen werden oder verändert werden. Ein Besen, den Max zuvor beiseite gestellt hat, um an einen Kleiderschrank zu kommen, ist ein Beispiel für eine solche Situation. In einer nachfolgenden Szene könnte Max ansonsten über den Besen stolpern, um sich vor Chloes Stiefvater zu verstecken und vermeidbare Geräusche erzeugen, die auf ihre Existenz aufmerksam macht. Max selbst ist zudem eine Hobby-Fotografin. Sobald Max ein Foto geschossen hat, sind diese jedoch unzerstörbar. So können auch bereits geschossene Fotos einer zukünftigen Situation in einer neuen Zeitschleife aufgerufen werden, obwohl es nicht geschehen ist. Die Fotos können beispielsweise aber auch als Anreiz für ein Gespräch mit einem anderen Charakter dienen.

Laut Dontnod soll es in Life Is Strange keine falschen Entscheidungen geben. Alle Entscheidungen führen zum Ziel das Spiel durchzuspielen. Jede Entscheidung führt aber zu einem anderen Ende. Die Möglichkeit in der Zeit zurückzuspringen ist jedoch limitiert, sodass es jetzt nicht möglich wäre im fortgeschrittenen Spiel eine Entscheidung zu Beginn des Spiels rückgängig zu machen.

Meinung der Redaktion:

Wenn Life Is Strange sich so spielen wird, wie es klingt, könnte der Titel ein gutes Adventure werden. Die Möglichkeit Entscheidungen rückgängig zu machen und auch andere Konsequenzen ausprobieren zu können, während der Handlungsverlauf weitergeht, ist vielversprechend. Ob Life Is Strange jedoch an andere Werke, wie beispielsweise die Adventures von Telltale Games anschließen kann, ist noch vollkommen offen. Als Nachfolger zu Murdered: Soul Suspect scheint Life Is Strange bisher auf positives Feedback zu stoßen. Bisher können wir den Titel nur empfehlen

Artikelbild & Screenshots: Square Enix

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Über Chris Heinen

Hey, ich bin Chris und studiere derzeit Technikjournalismus/PR in Sankt Augustin. Interessiert bin ich an journalistischen Themen schon seitdem ich redaktionelle Erfahrungen sammeln konnte in der Games-Branche. Mit Games-relevanten Themen schreibe ich gemeinsam mit Lukas auf int.ent news.

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