PC selber zusammenbauen

PC selber zusammenbauen: Das Mainboard

Wir fangen unseren Computer-Exkurs mit dem Mainboard an. Hier setzen wir die RAM-Riegel und die CPU ein, stecken Grafikkarte und Soundkarte in ihre Slots und schließen die Festplatten an. Doch gibt es einiges zu beachten. Nicht jede CPU passt in jedes Mainboard und auch beim Arbeitsspeicher gibt es verschiedene Modelle.

Mainboard-Sockel:

Der Mainboard Sockel sagt uns, welche CPUs wir alles einsetzen können. So.AM3+ bezeichnet beispielsweise einen Standard für AMD Prozessoren. Ein Mainboard-Sockel kann auch mehrere Standards erfüllen, doch muss unsere CPU konform zum Mainboard-Sockel sein.

Formfaktor:

Der Formfaktor sagt uns etwas über die Größe des Mainboards aus. Diese brauchen wir später für unseren Tower, da jeder Formfaktor anders verschraubt wird und unterschiedlich viel Platz braucht. Ein großer Formfaktor bietet meist mehr Übersicht, da man mehr Platz für das Legen seiner Kabel hat. Die Belüftung ist bei vielen Komponenten zudem besser. Genaueres wirst du im Tutorial zum Tower erfahren.

Onboard Grafik & Onboard Sound

Die Onboard Grafik ist für uns unwichtig, da die Leistung sehr schlecht ist und somit für die meisten Spiele untauglich ist. Sollte die Grafikkarte jedoch kaputt gehen, ist eine Onboard Grafikkarte ein guter Notnagel, um online Ersatz zu bestellen.

Der Onboard Sound reicht in den meisten Fällen zur Wiedergabe von Musik und Sounds aus. Viele Mainboards haben sogar schon Anschlüsse für 5.1 Sound, wodurch eine zusätzliche Soundkarte gespart werden kann.

Arbeitsspeicher/RAM

Mainboards haben in der Regel zwei oder vier Steckplätze für Arbeitsspeicher. Genau wie bei der CPU gibt es auch verschiedene RAM-Standards. Die derzeitigen RAM-Standards sind  DDR2 und DDR3. Bei dem Mainboard ist auf jeden Fall darauf zu achten, welche Limits gegeben sind. Es gibt Mainboards, bei denen die einzelnen Steckplätze eine maximale Kapazität haben und wieder andere Mainboards können beispielsweise. nicht mit mehr als 32GB arbeiten.

PCI und PCIe:

PCI und PCIe(xpress) sind die beiden Steckplätze, die wir für unsere Komponenten wie Sound- oder Grafikkarte benötigen. Beim Kauf der Komponenten sollte man beachten, welchen Stecktyp  sie brauchen und ob es genug davon auf dem Mainboard gibt. Auch sollte man beachten, dass Grafikkarte mit hoher Leistung den Slot unter sich durch aufgesetzte Lüfter blockieren, also ein unbrauchbarer Slot machen.

SATA:

Die Anzahl der SATA-Ports ist wirklich elementar. SATA Ports brauchen wir sowohl für ein Laufwerk, wie auch für HDD- und SSD-Festplatte, die wir anschließen wollen. Ein Mainboard sollte mindestens vier SATA-Ports bieten. Mit sechs Ports ist man jedoch auf der sicheren Seite. Im Notfall gibt es SATA-Karten, die in einen PCI Steckplatz eingesetzt werden können und somit die Zahl der SATA-Ports erweitern. Auch der Standort der Ports ist wichtig. Die Ports sollten nahe den Festplatten angebracht sein, damit man mit wenig Kabel auskommt und somit das Kabelgewirr im PC minimiert.

USB:

Wie viele USB 2.0 Ports brauche ich und wie viele USB 3.0 Ports? USB 3.0 bietet sich nur für externe Festplatten und USB-Sticks an. Für deine Tastatur und Maus ist es jedoch egal, wie schnell die Übertragung über den Port ist. Ein Mainboard sollte jedoch über vier bis sechs USB 2.0 Ports und zwei USB 3.0 Ports verfügen. Über den Tower erhalten wir später die Möglichkeit vorne weitere USB-Ports anzulegen.

Der ganze Rest:

Einige Mainboards bieten weitere Anschlüsse wie Firewire oder eSATA an. Diese sind jedoch aus meiner Sicht nicht in erster Linie für den Bau und die Inbetriebnahme eines Gamer-PCs wichtig.

Im nächsten Teil befassen wir uns genauer mit der CPU, dem Unterschied zwischen Single- und Multicore, 32bit und 64bit System und den beiden Herstellern AMD und Intel.

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Über Lukas Kochniss

Ich bin schon seit vielen Jahren begnadeter PC Spieler und habe ungezählte Stunden zockend verbracht. Irgendwann ist aus dem reinen zocken die Interesse entstanden auch über Games zu schreiben und daraus entstand KochnissCode.

Nach etwa einem Jahr KochnissCode habe ich dann mit Chris zusammen int.ent news gestartet, um unsere Interessen und Schreibkraft zu bündeln.

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