Daylight

Daylight: Review zum Survival-Horror Spiel von Zombie Studios

Zombie Studios hat mit Daylight das erste Spiel veröffentlicht, welches auf der Unreal Engine 4 basiert. Dabei handelt es sich bei dem Spiel um einen Survival-Horror, welches durch eine dunkle Atmosphäre und unvorhersehbaren Ereignissen den Spieler gruseln soll. Ob dieses auch auf Daylight zutrifft, erfahrt ihr in unserem Review zum Spiel.

Erwachen im Krankenhaus

int-ent-daylight-screenshot-14Das Spiel beginnt in einem dunklen Raum eines ehemaligen Krankenhauses auf der verlassenen Insel New Kipling. Ihr habt keine Erinnerungen mehr und wisst weder wie ihr an den Ort gelangt seid, noch was hier mit euch passierte. Eine mysteriöse männliche Stimme meldet sich aus dem Smartphone, welches ihr am Anfang aufgenommen habt, und ihr erfahrt, dass der Name des Charakters „Sarah“ lautet. Des Weiteren mahnt die Stimme euch aus dem Krankenhaus zu fliehen und das hierfür nicht genügend Zeit zur Verfügung steht. Damit wird in wenigen Minuten deutlich, was das Ziel des Spiels ist.

Hintergrundgeschichte

Das Krankenhaus hat bereits vor der Ankunft von Sarah eine lange und bewegende Vergangenheit hinter sich. Das Gebäude auf der Insel New Kipling existierte bereits im 17. Jahrhundert und wurde schon damals als Krankenhaus genutzt. Es wurde mehrmals umgebaut und diente unter anderem als Gefängnis oder als Sanatorium für psychisch kranke Menschen. Vor der Schließung in den 50er Jahren wurde das Gebäude wieder zu einem Krankenhaus. Es gibt es Erzählungen von Tuberkulose-Erkrankungen, einem Schiffsunglück vor der Küste sowie Beschreibungen von diversen Experimenten an Insassen und Patienten des Gebäudes.

Trübes Licht in der Dunkelheit

int-ent-daylight-screenshot-15Eure Aufgabe besteht darin aus dem Krankenhaus zu entkommen, das mittlerweile geschlossen und scheinbar verlassen ist. Auf dem Weg durch die verschiedenen Level, welche an ein Labyrinth erinnern, stoßt ihr auf die Spuren aus der Vergangenheit. Das angesprochene Smartphone haltet ihr in der rechten Hand. Es ist mit einer Taschenlampe und einer Karten-App ausgestattet und erlaubt gerade einmal den groben Überblick über den gelaufenen Weg. In der linken Hand stehen euch wahlweise ein grünes Knicklicht oder eine Leuchtfackel zur Verfügung. Mit dem Knicklicht könnt ihr eure Umgebung besser ausleuchten und bekommt einen besseren Überblick als mit dem Smartphone. Die Leuchtfackeln werden benutzt, um die wenigen gefährlichen Gestalten bei Daylight zu vertreiben. Das bescheidene Equipment gepaart mit der mysteriösen Umgebung macht den Anreiz eines echten Survival-Horror Spiels aus. Bei Daylight steht das Überleben im Vordergrund und nicht das Niederschießen von Monstermassen.

Eintönig wie die Dunkelheit selbst

In zufallsgenerierten Levels erkundet ihr die einzelnen Bereiche des Krankenhauses, müsst vergessene Notizen einsammeln und vergleichsweise einfache Rätsel lösen, um in das nächste Level zu gelangen. Mit fortgeschrittenem Spielverlauf wiederholen sich Elemente aus bereits besuchten Bereichen und lassen Daylight dadurch langweilig und unkreativ wirken. Auch die Aufgaben und Rätsel wiederholen sich ständig und sind im späteren Verlauf keine Herausforderung mehr für den Spieler. Ab und zu verfolgen euch Phantome, Hexen oder andere bösartige Gestalten, welche mit der Leuchtfackel abgewehrt werden, allerdings erfordert die Abwehr wenig Können. Positiv hervorzuheben sind die verschiedenen Notizen, die ihr auf eurem Weg durch das Krankenhaus findet. Diese offenbaren stückweise die Geschichte des Gebäudes und der handelnden Personen, welche zur düsteren Atmosphäre des Spiels beitragen.

Gruselatmosphäre

Ein verlassenes Krankenhaus bietet viel Potential eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Das gelingt dem Spiel Daylight insbesondere am Anfang des Spiels. Verlassene Räume und lange, verwahrloste Flure mit defekten Geräten und leeren Patientenbetten tragen ebenfalls zur gruseligen Atmosphäre bei wie die flackernden Lichter, sich bewegende Gegenstände und Türen, die sich vor einem schließen. Auch die düstere Hintergrundmusik und immer wieder auftauchenden Stimmen sowie aufheulende Sirenen tragen positiv zur Gruselatmosphäre bei. Allerdings wiederholen sich auch hier viele Gruseleffekte immer wieder, sodass der Gruselfaktor im Verlauf des Spiels abnimmt.

Kurzes intensives Spielvergnügen

Daylight bietet ein kurzes, aber intensives Spielvergnügen. Vorausgesetzt, dass ihr nicht gestorben seid, hat das Spiel eine Spielzeit von etwa vier bis fünf Stunden. Dabei durchläuft ihr die zufallsgenerierten Level, die sich beim Tod des Spielers neu generieren. Bei Neubeginn kann sich die Umgebung bereits verändert haben und bisherige Elemente können an anderer Stelle wieder auftauchen. Dies trifft auch zu, wenn ihr das Spiel bereits durchgespielt habt und erneut spielen wollt.

Ungenutztes Potential der Unreal Engine 4

Durch den Einsatz der Unreal Engine 4 benötigt das Spiel sehr viele Ressourcen auf der Konsole oder auf dem Computer. Leider wird das volle Potential der neue Unreal Engine 4 bei Daylight nicht ausgenutzt und so hätte es vermutlich auch eine andere Engine zum Einsatz kommen können, die nicht so viele Ressourcen benötigt. Dies liegt unter anderem daran, dass das Spiel mit einfachen Grafiken und Effekten auskommt, was auch den Charme dieses Spiels ausmacht.

Daylight ist bereits seit dem 30. April 2014 über Steam für den PC und die Playstation 4 verfügbar.

Artikelbild & Fotos: Zombie Studios

Zombie Studios hat mit Daylight das erste Spiel veröffentlicht, welches auf der Unreal Engine 4 basiert. Dabei handelt es sich bei dem Spiel um einen Survival-Horror, welches durch eine dunkle Atmosphäre und unvorhersehbaren Ereignissen den Spieler gruseln soll. Ob dieses auch auf Daylight zutrifft, erfahrt ihr in unserem Review zum Spiel. Erwachen im Krankenhaus Das Spiel beginnt in einem dunklen Raum eines ehemaligen Krankenhauses auf der verlassenen Insel New Kipling. Ihr habt keine Erinnerungen mehr und wisst weder wie ihr an den Ort gelangt seid, noch was hier mit euch passierte. Eine mysteriöse männliche Stimme meldet sich aus dem Smartphone, welches…
Grafik - 40%
Story - 80%
Atmosphäre - 60%
Spielspaß - 60%
Gruselfaktor - 80%

64%

Das Horror-Survival Spiel Daylight sorgt für kurzen Spielspaß und versucht dabei eine düstere und gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Am Anfang gelingt dieses Vorhaben gut, kann aber nicht über das gesamte Spiel aufrecht gehalten werden. Leider bietet das Spiel viele sich wiederholende Elemente und wird mit fortgeschrittenem Spielstand immer eintöniger. Positiv hervorzuheben ist die Hintergrundgeschichte und die Geschehnisse um das Krankenhaus, welche sich durch das Sammeln der einzelnen Notizen wie ein Puzzle offenbaren. Die zufallsgenerierten Level sind ebenfalls hervorzuheben.

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